Interview mit Bürgermeister Michael Göth über seine Aufgaben im Bayerischen Städtetag - Arbeit ...
Herzogstadt mit Einfluss im Spitzenverband

Rathaus-Chef Michael Göth arbeitet gern im Städtetag mit. Bild: Royer
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
17.11.2014
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Die Oberpfälzer Mitglieder des Bayerischen Städtetags treffen sich am Mittwoch in der Herzogstadt zu einer Sitzung. Unsere Stadt ist in diesem kommunalen Spitzenverband durch Bürgermeister Michael Göth vertreten. Wir fragten beim Rathaus-Chef nach, welche Aufgaben der Städtetag wahrnimmt und wie Sulzbach-Rosenberg davon profitiert.

SRZ: Herr Bürgermeister, wer ist im Bayerischen Städtetag vertreten?

Michael Göth: Hier sind 269 Städte im Freistaat mit Einwohnerzahlen von 3000 bis 1,5 Millionen vertreten. Darunter fallen auch die großen Kreisstädte und die kreisfreien Städte wie Amberg oder Weiden.

Wer ist der Ansprechpartner des Gremiums?

Göth: In erster Linie die bayerische Staatsregierung. Hier sollen die Wünsche und Forderungen der bayerischen Städte Gehör finden. Über die Verbindungen zum Deutschen Städtetag ist auch die Bundesregierung als Adressat möglich.

Die Bürgermeister gehören verschiedenen Parteien an. Gibt es im Städtetag auch Fraktionen?

Göth: Fraktionen gibt es nicht direkt, sondern Gruppen für CSU und SPD sowie eine zusammengefasste für alle übrigen Parteien. Dem Städtetag sitzt der Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly vor, weitere Vorstandsposten werden nach Parteiproporz besetzt.

Welche Aufgaben nehmen Sie im Städtetag wahr?

Göth: Viele vorbereitende Arbeiten laufen in 13 Fachausschüssen, einer davon ist der Kreisangehörigen-Ausschuss, in dem ich sitze. Hier versuchen wir, uns zu den verschiedenen kommunalen Themen wie Finanzen, Schul- und Bildungspolitik, Verkehrsfragen oder Kinderbetreuung eine Meinung zu bilden. Aktuell beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe aus den Ausschüssen, bei der ich mitwirke, mit einem Positionspapier zur nächsten Vollversammlung 2015 mit dem Thema "Demografischer Wandel in Stadt und Land".

Können Sie ein Beispiel nennen, das über den Städtetag auch für Sulzbach-Rosenberg Auswirkungen hatte?

Göth: Nehmen wir als Beispiel das Zensus-Ergebnis 2011, gegen das über die Stadt Amberg eine Musterklage eingereicht wurde. Dieser schlossen sich im Freistaat 54 Städte und Gemeinden, darunter auch Sulzbach-Rosenberg, an. Dabei gab es breite Unterstützung vom Städtetag, der klagewillige Kommunen von Anfang an in einer Arbeitsgruppe beratend unterstützt hat.

Macht die Arbeit dort Spaß?

Göth: Ja sehr! Es ist wirklich von Vorteil, wenn man seine Ideen aus Sicht von Sulzbach-Rosenberg bei diesem einflussreichen Organ vielfältig einbringen kann.
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