Ist sich die SPD-Fraktion sicher beim Besuch der Volkshochschule im LCC
"Jeder Euro ist dort gut angelegt"

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
14.11.2015
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Jeder Euro, der vom Landkreis Amberg-Sulzbach für die Volkshochschule ausgegeben wird, ist gut angelegt. Diesen Eindruck hatte die SPD-Kreistagsfraktion, verstärkt durch Stadträte aus Sulzbach-Rosenberg, bei einem Besuch im LCC. Dabei informierten sich die Räte neben dem Programm der VHS auch über die vorgenommen Umbauten im Gebäude.

Bedeutender Faktor

Die Volkshochschulen stellen im ländlichen Raum einen bedeutenden Faktor bei der Regionalentwicklung und der Daseinsfürsorge dar, konstatierte der SPD-Fraktionsvorsitzende Winfried Franz. "Sie sind deshalb unverzichtbar." Die VHS habe schon bisher in den Außenstellen einige Veranstaltungen gemacht. Wünschenswert wäre es aber, wenn dieses Engagement noch gesteigert werden könnte, ergänzte stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann.

Schwerpunkte bei der Baumaßnahme im LCC mit einer Investitionssumme von 970 000 Euro war die Barrierefreiheit, die Umstellung der Beleuchtung und die Verbesserung des Brandschutzes, erläuterte als Planer der Architekt Martin Kunert. Dabei wurde im Zeitraum zwischen Sommer 2014 und November 2015 der Fahrstuhl behindertengerecht erneuert, das WC entsprechend erweitert und die Türen selbstschließend ausgestattet.

Mit der Umstellung auf LED-Lampen konnte eine Energieeinsparung von 50 Prozent erreicht werden, mit der Folge: Diese Maßnahme wurde staatlich gefördert. Die eingebaute Brandmeldeanlage ist 24 Stunden mit der Feuerwehr Sulzbach verbunden.

"Die VHS Amberg-Sulzbach fungiert als Netzwerker, Koordinator und Drehscheibe", erläuterte der Leiter der Einrichtung Manfred Lehner. Dies bedeute, dass man bei der Umsetzung politischer Konzepte wie beim Klimaschutz, dem seniorenpolitischen Konzept, der Bildungsregion und der Leader-Strategie mitwirke. Im Gegensatz zur klassischen Volkshochschule betreibe man aber ein Modell unter dem Motto "VHS 2030 - Entwicklungen verstehen, Zukunft gestalten", in dem die Handlungsfelder erweitert werden. Dies beinhalte ein Bildungsmanagement für nachhaltige Entwicklung, Integration und interkulturelles Lernen, ergänzte Julia Wolfsteiner, die das Projektmanagement "Bildung integriert" leitet. Seit einigen Wochen ist der Landkreis Amberg-Sulzbach vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst als Bildungsregion anerkannt.

Eine Erfolgsgeschichte

"Wir werden bunter." Unter diesem Motto setze sich die Volkshochschule für die Integration von Spätaussiedlern, Asylbewerbern und Flüchtlingen mit interkulturellem Lernen ein. Dazu gehören Sprachkurse für Anfänger, aber auch für Fortgeschrittene. Wichtig für die Kursteilnehmer sei dabei, dass die Kurse mit einer Abschlussprüfung und bei einem erfolgreichen Verlauf mit der Entgegennahme eines Zertifikats enden.

Das klassische Programm, beispielsweise im Kulturbereich, werde aber nicht vernachlässigt, betonte Manfred Lehner. In der abschließenden Diskussion äußerten die Kreis- und Stadträte sich anerkennend über die Tätigkeit der Volkshochschule, die ein Erfolgsgeschichte sei. Jeder Euro, der dabei vom Landkreis ausgegeben werde, sei gut angelegt, lautete das Resümee der Besucher.
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