Jäger-Kreisgruppe Amberg zahlt deshalb Teil der Versicherung für vierbeinige Helfer
"Jagd ohne Hund ist Schund"

Seit 40 Jahren ist Georg Zink (links) Ausbilder und Berater in der Kreisgruppe. Vorsitzender Franz Erras (rechts) überreichte ihm dafür beim Kreistreffen in Hahnbach die silberne Ehrennadel des Bayerischen Jagdverbands. Bilder: Uschald (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
03.03.2015
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Nicht ungefährlich ist der Einsatz von Jagdhunden, besonders bei Sauenjagden. Das finanzielle Risiko, das der Hundehalter dabei eingeht, wird angesichts der Schwarzwild-Plage künftig von der 432 Mitglieder starken Kreisgruppe Amberg im Bayerischen Jagdverband durch eine Gruppenversicherung abgedeckt. Mehrheitlich sprachen sich die Jäger in ihrer Hauptversammlung dafür aus. Die Kreisgruppe übernimmt dafür einen Teil der Kosten.

Ein altes Sprichwort lautet: Jagd ohne Hund ist Schund. Deshalb bietet die Kreisgruppe Hundeführer-Lehrgänge an. Ute Ehebauer verantwortet sie. Wie sie berichtete, schloss die Dressurprüfung im Juli mit sehr guten Ergebnissen ab. 13 Begleit- und fünf Jagdhunde absolvierten den siebenmonatigen Kurs. Erstmals richtete die Kreisgruppe eine neue Dressurprüfung für Schweißhunde und Bracken aus.

Neuer Lehrgang

Zur Brauchbarkeitsprüfung im September wurden fünf Jagdhunde für die Prüfungsfächer Gehorsam und Schweißarbeit auf Schalenwild (die sogenannte Übernachtfährte) vorgestellt. Bemerkenswert für die Hundeobfrau war, dass alle Hundeführer die Prüfung nur auf Schweißarbeit absolvierten. Ab heuer erfährt Ehebauer bei den jagdlichen Fächern im Hundeführer-Lehrgang Unterstützung durch Reinhold Galli aus Rieden. Er ist laut Ehebauer langjähriger Hundeführer, Rauhaardackelzüchter, Verbandsrichter, Schweißrichter und Stöberhundeführer, der an vielen Drückjagden teilnimmt und auch bei Baujagden erfahren ist. Der neue Hundeführer-Lehrgang beginnt mit einem Infoabend am Freitag, 10. April, im Schützenheim Wolfsbach.

Jahresbeitrag steigt

Eine längere Diskussion löste der Antrag von Ute Ehebauer aus, die Kreisgruppe möge der Gruppenversicherung für Jagdhunde beitreten und die Kosten von 5,50 Euro pro Mitglied und Jahr in ihren Jahresbeitrag aufnehmen. Mehrheitlich sprachen sich die 80 Stimmberechtigten für einen mit dem Vorstand ausgehandelten Kompromiss aus. Demnach übernimmt die Kreisgruppe einen Teil der Hundeversicherung. Der Jahresbeitrag steigt von 68 auf 71 Euro.

Um den Jägernachwuchs ist es laut Eckehard Zink gut bestellt. Vom 17-köpfigen Ausbildungskurs, der im März endet, haben alle die schriftliche Prüfung bestanden. Ein neuer Kurs startet im April. Um die künftigen Jungjäger wird sich der Beauftragte der Kreisgruppe, Andreas Geilersdörfer, kümmern.
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