Jesuiten-Pater Heindl predigt bei Kolpingfamilien
"Gott trägt Blaumann"

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
25.07.2015
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Der Himmel meinte es nicht gut mit den Kolpingfamilien des Bezirks Amberg. Pünktlich zu Beginn des Gottesdiensts am Freialtar des Annabergs begann es zu regnen; Schirme und Ponchos wurden ausgepackt.

Pater Bernhard Heindl vom Jesuitenorden reiste aus Hamburg an. Er sei "keinesfalls ein Fischkopf", stellte Dekan Walter Hellauer gleich klar: Heindls Heimat sei Marktredwitz.

In seiner Predigt erinnerte er an Ignatius von Loyola, der im 16. Jahrhundert in Spanien lebte. Er war einer der wichtigsten Mitbegründer des Jesuitenordens und habe fast sein ganzes Leben lang nach Gott und dessen Offenbarung gesucht. Dadurch zermürbt, dachte er daran, in den Freitod zu gehen. Dann hatte er eine Vision, in der Gott zu ihm sagte: "Was suchst du mich, wenn ich hinter dir im Sonnenlicht stehe?"

Pater Heindl widersprach der Vorstellung von Gott in einem Hermelinmantel. "Gott trägt eher einen Blaumann. Er werkelt jeden Tag im Hintergrund und müht sich ab." Es komme darauf an, sich für sein Wirken zu sensibilisieren und innezuhalten, um zu sehen, wo er sich gezeigt hat. Gott wünsche sich, dass die Menschen die Welt mit seinen Augen betrachten. "Denn die Erde ist wunderschön und kostbar", schloss Pater Heindl.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Chor der Hl. Dreifaltigkeit Amberg und der Pfarrei Hl. Familie unter der Leitung von Christian Farnbauer.
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