Jetzt müssen Taten folgen

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
28.01.2015
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Es soll kein bloßes Positionspapier für die Schublade sein, in die bei passender Gelegenheit gegriffen wird. Die CSU-Kreistagsfraktion möchte das Integrierte Klimaschutzkonzept zügig angehen. Denn bis 2035 sind es nur noch 20 Jahre.

Der Kreistag hat in dem Integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK) über 20 Empfehlungen zur Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes ausgesprochen und klare Ziele formuliert. Bei der Umsetzung gefragt sind laut einer Pressemitteilung der CSU-Kreistagsfraktion nicht nur der Landkreis, sondern gleichermaßen Kommunen, Firmen, Schulen, Handwerk und Verbraucher. Die interne Diskussion des Papiers unterstreicht abschließend noch einmal die Ziele ausdrücklich.

Demnach möchte der Landkreis Vorbildregion bei der Energiewende werden. Konkret bedeutet das, den Strombedarf im Jahr 2035 (rechnerisch) komplett aus regionalen Energiequellen decken zu wollen. Zudem soll der Kohlendioxid-Ausstoß bis zu diesem Stichtagsjahr um 60 Prozent gesunken sein und der Strombedarf im Vergleich zu 2011 um 23 Prozent. Die Kreistags-Christsozialen tragen ihren Angaben zufolge diese Ziele in vollem Umfang mit und haben nun 20 Einzelmaßnahmen und erste Schritte zu deren Umsetzung per späterer Anträge an den Kreistag benannt.

Förderung abklären

Laut CSU-Fraktionssprecher Stefan Braun (Kastl) sollen die Energiewende und die CO2-Minderung ein wichtiges Handlungsfeld der regionalen Entwicklung und Wirtschaftsförderung sein. Seiner Einschätzung nach besteht durchaus die Chance entsprechende Projekte über die Leader-Förderung der EU abfedern zu können. Vor der Umsetzung von einschlägigen Projekten sollten deshalb entsprechende Zuschussmöglichkeiten geprüft werden. Für das laufende Haushaltsjahr, so die Vorstellungen der CSU-Fraktion, müssten die jeweils zuständigen Ausschüsse oder Beschlussgremium des Kreistages fünf strategisch und wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen aus dem IKSK-Katalog herausgreifen und deren Priorität festlegen.

Auf Schüler setzen

Die Energiewende sei ein auf Langfristigkeit angelegtes Projekt, die ohne Einbeziehung nachfolgender Generationen nur schwerlich gelingen wird, hob Bürgermeister Markus Dollacker (Ensdorf) hervor. Zusammen mit seinem Kümmersbrucker Amtskollegen Roland Strehl betonte er deshalb die Bedeutung des Bildungsprojekts Energieschule Amberg-Sulzbach. Sie soll sicherstellen, in Grund- und Mittelschulen die Energiewende im Unterricht ausführlich zu thematisieren.

Kreisrat Sebastian Schärl (Hohenburg) merkte an, die Energiewende werde nur gelingen, wenn dieser Funke auch auf die nächste Generation überspringe. Er setzt deshalb auf eine Einbindung diverser Maßnahmen zur der Berufsfindung und bei Ausbildungs- und Praktikumsplätzen rund um erneuerbare Energien.
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