Jetzt wird's richtig direkt

Den Weg ins Capitol fanden nach einem Aufruf von "Sulzbach-Rosenberg hilft" rund 140 Personen, die bei den Paten-Teams für die Einzel-Unterkünfte mitmachen wollen. Das Engagement für die Flüchtlinge in der Realschule läuft natürlich parallel weiter. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
12.12.2015
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Flüchtlingshilfe ist ihnen eine Herzensangelegenheit. Die Mitstreiter der Initiative "Sulzbach-Rosenberg hilft" zünden jetzt die zweite Stufe der Betreuung. Über Patenschaften gehen Teams direkt zu den Wohnungen der Asylbewerber, um gezielt bei Alltagsproblemen zu helfen. Infos dazu gab's im Capitol. Der Zuspruch ließ die Organisatoren staunen.

Michael Kernl, einer der Sprecher der Initiative, stellte beim Gespräch mit der SRZ heraus, dass in der Betreuung von den rund 220 dezentral untergebrachten Flüchtlingen weiterhin viel Arbeit von den ehrenamtlichen Helfern geleistet werden muss.

Dazu gehöre jetzt die Bildung von kleinen Gruppen aus vier bis fünf Personen, die sich als Paten um die Einzel-Unterkünfte mit ihren Bewohnern kümmern. Rund 140 Personen waren zur Besprechung dieser neuen Aufgabe und zur Bildung der Teams ins Capitol gekommen, wo Hans Lauterbach und Michael Kernl die Einzelheiten publik machten. Die Verantwortlichen waren schier überwältigt vom guten Zuspruch aus der Bevölkerung und der Bereitschaft, aktiv bei der Betreuung der Hilfesuchenden mitzuwirken. Generell gehe es jetzt über die Teams um Unterstützung bei allen Fragen der Alltagsbewältigung.

Hier reiche das Spektrum vom Finden der richtigen Buslinie über die Arztwahl bis hin zum Verhalten bei Amtsgeschäften. Aber auch Kontakte zu Sportvereinen und Verbänden oder Begleitung bei Freizeitaktivitäten gehören zum Aufgabenbereich. "So kommen unsere Helfer direkt in Kontakt mit den Flüchtlingen, was oft Einfühlsamkeit und Fingerspitzengefühl bedeutet. Aber der gegenseitige Austausch im menschlichen Bereich ist äußerst wertvoll", weiß Kernl aus Erfahrung zu berichten.

Deutlich machte er auch, das sich die Teams in den Unterkünften nicht mit juristischen Dingen, wie Fragen zu den Asylverfahren, auseinandersetzen müssen. Für die rechtlichen Angelegenheiten leiste Angelika Brand vom Diakonischen Werk wertvolle Hilfe. (Angemerkt/Zum Thema)
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