Jobcenter bekommt über Europäischen Sozialfonds neue Fördermöglichkeiten
Das macht Langzeitarbeitslosen Hoffnung

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
11.06.2015
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Eine frohe Kunde für Langzeitarbeitslose verbreitete am Donnerstag Sonja Schleicher, die Geschäftsführerin des Jobcenters AM-AS für den Landkreis Amberg-Sulzbach und die Stadt Amberg: Ab dem 1. Juli kann dieser Personenkreis fünf Jahre lang mit 1,6 Millionen Euro zusätzlicher Förderung unterstützt werden.

Das Geld stammt aus dem ESF-Bundesprogramm (Europäischer Sozialfonds) zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit. Das Jobcenter hatte sich um diese Förderung beworben und jetzt den positiven Bescheid erhalten.

Das Geld ist vorgesehen für Langzeitarbeitslose, die älter als 35 Jahre sind, keine abgeschlossene Berufsausbildung haben und bereits seit mehr als zwei Jahren Arbeit suchen. Sie sollen damit besondere Hilfen und Unterstützung erhalten, um wieder direkt in das Berufsleben einsteigen zu können.

Über das Bundesprogramm unterstützen Experten des Jobcenters sowohl die Unternehmen als auch die langzeitarbeitslosen Menschen beim Wiedereinstieg in das Berufsleben. Betriebsakquisiteure beraten die Arbeitgeber bei der Bewerberauswahl und informieren über Fördermöglichkeiten. So werden zum Ausgleich von geringerer Leistungsfähigkeit Lohnkostenzuschüsse gewährt. Zudem können Qualifizierungen gefördert werden. Die neu eingestellten (vormals langzeitarbeitslosen) Mitarbeiter erhalten eine Betreuung durch Jobcoaches. Gerade in der schwierigen Anfangszeit helfen diese bei der Einarbeitung direkt am Arbeitsplatz und stehen bei Fragen und Problemen sowohl dem Arbeitsnehmer als auch dem Arbeitgeber zur Seite.

Geschäftsführerin Sonja Schleicher weiß aus den Erfahrungen mit Langzeitarbeitslosen: "Besonders wichtig ist, dass wir die Menschen, die zuvor längere Zeit ohne Arbeit waren und nun eine Beschäftigung aufnehmen, im für sie neuen Arbeitsalltag mit ihren Sorgen und Nöten nicht alleine lassen. Nach einer langen Zeit der Beschäftigungslosigkeit müssen sie sich erst wieder an ein ganz neues Umfeld mit neuen Kollegen gewöhnen. Sie erleben seit langer Zeit wieder einen anderen Tagesrhythmus."

Notwendig sind laut Sonja Schleicher aber auch Arbeitgeber, die zum einen die Chancen zum Wiedereinstieg anbieten und zugleich die Chance nutzen, einen Arbeitsplatz besetzen zu können.

Unterstützung für dieses Projekt haben sowohl alle drei Träger des Jobcenters, der Landkreis Amberg-Sulzbach, die Stadt Amberg und die Agentur für Arbeit, als auch die Mitglieder des Beirates des Jobcenters, die Vertreter der Gewerkschaften, der Kammern und der freien Wohlfahrtsverbände zugesagt.
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