Johanniter verschenken Mittel zur Parasitenbekämpfung
Karte gegen Zecken

Die Einkerbung an der Zeckenkarte macht es möglich, den Blutsauger ziemlich unkompliziert zu entfernen. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
16.04.2015
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Wer bei steigenden Temperaturen viel draußen unterwegs ist, läuft Gefahr, sich Zecken einzufangen. Die machen sich bereits ab einer Temperatur von 8 Grad auf Wirtssuche. Eine Möglichkeit, die Plagegeister schnell wieder loszuwerden, ist eine Zeckenkarte. Die Johanniter-Unfallhilfe verschenkt solche Karten jetzt.

"Jeder, der eine braucht, kann einfach zu den normalen Geschäftszeiten in unsere Amberger Dienststelle in der Johanniter-Sozialstation, Sulzbacher Straße 105, kommen", wird Andreas Denk, der Pressesprecher der Johanniter in Ostbayern, in einer Medienmitteilung zitiert. Man habe einige Hundert auf Lager.

Zecken können riskante Krankheiten übertragen: die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Gelenk- und Muskelentzündung Lyme-Borreliose. Deshalb ist es am besten, erst gar nicht mit Zecken in Kontakt zu kommen. Die Johanniter geben Tipps, wie man das anstellt:

Gebüsch und hohes Gras meiden

geschlossene, lange Kleidung tragen

gründliche Kontrolle nach Aufenthalt im Grünen (vor allem Achselhöhlen, Kniekehlen, Hals und Kopf absuchen)

Wer trotzdem von einer Zecke gebissen wurde, sollte sie schnellstens entfernen. Entweder mit einer Pinzette oder mit einem speziellen Instrument wie der Zeckenkarte. Dazu fasst man die Zecke möglichst nah der Haut im Kopfbereich und zieht sie vorsichtig und gerade heraus. Danach muss die Stichstelle desinfiziert werden. "In keinem Fall sollte man versuchen, die Zecke mit Klebstoff, Öl oder anderen Mitteln zu ersticken, da das Tier im Todeskampf vermehrt Flüssigkeit absondert, und die Gefahr einer Infektion dadurch nur steigt", rät Johann Sommer, Standortarzt der Johanniter in Ostbayern.
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