Jubilare des Fischereivereins erinnern an die gar nicht so guten alten Zeiten - 1969 Angelverbot
Die Forellen schmeckten nach Rohöl

Für langjährige Vereinstreue und ihre Leistungen bedankte sich Fischereivereins-Vorsitzender Hans-Hermann Lier (rechts) bei den Jubilaren. Vierter von links: Peter Fischer, Sechster von links: Manfred Pugner. Bild: oe
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
27.06.2015
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Nicht alles war früher besser. Bei der Mitgliederehrung des Fischereivereins Amberg nannten die Jubilare einige Beispiele dafür: Im Gegensatz zu heute konnten Fische aus der Vils 1969 und Anfang der 70er-Jahre nicht verzehrt werden. Die Forellen schmeckten nach Rohöl, und die Verschmutzung war so groß, dass 1969 der Fischereivereins-Vorsitzende Fritz Birner ein Angelverbot für die Vils aussprach.

Vorsitzender Hans-Hermann Lier hatte Urkunden, silberne und goldene Ehrennadeln sowie Karpfen am Band für Treue zum Verein ins Fischerzentrum Bühl mitgebracht. Helmut Kohn, inzwischen 40 Jahre Mitglied, erinnerte an seine Anfangsjahre als Petrijünger: "Wir hatten nur die Vils als Gewässer. Grandiose Barben und Forellen fischten wir beim Parktheater. Der Rosenbacheinlauf und Knandörfel waren unsere Angelreviere." Mehr Auswahl an Gewässern, informierte Lier, habe man seit 1978 durch die Anpachtung der Bühler Weiher, die jetzt im Eigentum des Vereins sind.

Bei den Ehrungen hob Lier die Verdienste von Manfred Pugner und Peter Fischer hervor. Rund 40 Jahre, davon 35 beim Fischereiverein Amberg, sind beide in der Aus- und Weiterbildung tätig, unterrichten (zum Teil mehrere Kurse im Jahr) und bereiten zukünftige Angler für die staatliche Fischerprüfung vor. Die Erfolge sind bestens, denn mit nahezu 100 Prozent bestandenen Prüfungen liegen die Ergebnisse über dem bayerischen Durchschnitt. Weit mehr als die Hälfte der anwesenden Jubilare hatten die Vorbereitungskurse von Pugner und Fischer besucht.
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