Jugendliche beklagen konsequente Umsetzung des Jugendschutzes
Unter-18-Jährige ausgegrenzt

Im Jugendtreff Hängematte stellte sich Bürgermeister Michael Göth (am Podium, Zweiter von links) den Fragen des Publikums. Die Jugend-Bürgerversammlung war gut besucht. Bild: phl
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
22.01.2015
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Die Gaststätten in Sulzbach-Rosenberg setzen den Jugendschutz konsequent um. Zu konsequent? Wer noch keine 18 Jahre alt ist, steht oftmals vor verschlossenen Türen, beklagen die Jugendlichen.

Zum zweiten Mal fand die Jugend-Bürgerversammlung in Sulzbach-Rosenberg statt, diesmal in der Hängematte. Neben den Jugendlichen nahmen Bürgermeister Michael Göth, Hauptamtsleiter Johann Gebhardt, Kulturamtsleiter Fred Tischler sowie die Leiterin der Hängematte, Dagmar Breith, teil. Auch zahlreiche Stadträte waren erschienen, um sich die Anliegen der Jugendlichen anzuhören.

Putzstunde gilt wieder

Positiv wurde seit der ersten Veranstaltung vor allem die Sperrzeitverkürzung erwähnt. Derzeit gilt im Innenstadtbereich wieder die alte Putzstunde von 5 bis 6 Uhr. Auch die Veranstaltungsreihe der örtlichen Gastronomen "Su-Ro was geht ab?" fand ein positives Echo. Und das Waldbad ist ebenfalls ein Aushängeschild der Stadt. Die jungen Leute besuchen es gerne.

Ein Problem scheint die abendliche Freizeitgestaltung für die Unter-18-Jährigen zu sein. Sie stünden bei vielen Lokalitäten vor verschlossenen Türen. Etliche Gaststätten gewährten nur Gästen "ab 18" Zugang. Angeregt wurde daher eine Diskussion mit den Betreibern, ob nicht die ein oder andere Lockerung möglich wäre. Auch das Preisniveau sei in manchen Kneipen alles andere als jugendfreundlich.

Konzerte erwünscht

Zusätzlich würden sich die jungen Sulzbach-Rosenberger ein Plus an Abendereignissen wünschen, die vor allem auf ihre Altersgruppe ausgerichtet sind. Denkbar wären etwa Musikveranstaltungen oder Vergünstigungen bei Eintrittspreisen. Auch Konzerte von jungen Bands aus der Stadt selbst sind gewünscht. Eine Bühne böte die Hängematte. Das Problem liege eher bei derzeit schwer zu findenden Proberäumen in der Stadt. Junge Musiker fänden kaum etwas bezahlbares und geeignetes.

Es gab noch weitere Verbesserungsvorschläge. So wurde beispielsweise kritisiert, dass das Beachvolleyballfeld im Waldbad eben nur für Badbesucher zugänglich sei. Ein öffentlicher Zeltplatz mit Feuerstelle stand ebenfalls auf der Wunschliste.

Die Stadtvertreter nahmen die Ideen zur Kenntnis und versicherten, an den regelmäßigen Jugend-Bürgerversammlungen festhalten zu wollen.
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