Jugendliche Fahrer beeindrucken beim Auto-Cross-Slalom
Schlamm deckt Bestzeiten zu

Reinhold Reger aus Sulzbach-Rosenberg kämpfte sich mit seinem Eigenbau durch den glitschigen Parcours - mit Erfolg. Bild: gf
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
23.09.2014
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Wenn der Matsch hoch aufspritzt, fühlen sie sich erst wohl: Beim ASC-Jugend- und Auto-Cross-Slalom mit über 100 Teilnehmern pflügten PS-starke Boliden durchs Stoppelfeld. Besonders beeindruckten die jugendlichen Fahrer im Cross-Kart.

Seit fast 30 Jahren bietet der Automobil-Sport-Club Sulzbach-Rosenberg im NAVC eine für jedermann erschwingliche Motorsportveranstaltung an, den "Auto-Cross-Slalom". Der Zulauf in den Jugendklassen, die Jahrgänge 1996 bis 2002, ist gut, denn der ASC stellt die Cross-Karts, ausgestattet mit stabilem Rahmen, der auch bei Überschlag die im Sitz festgeschnallten Cross-Junioren schützt.

Ein "Heimspiel"

Mehr als die Hälfte der 33 Teilnehmer in den Jugendklassen starteten für den ASC Sulzbach-Rosenberg, da galt der Jugend-Cross-Slalom auf einem Stoppelfeld der Landwirtsfamilie Kopf aus Lintach als "Heimspiel". Knapp 500 Meter lang war der Parcours für die Jugendlichen, abgegrenzt mit Pylonen und Reifen. Schnellstmöglich galt es, den Kurs zu durchfahren, ohne Pylone auszulassen oder umzuwerfen, denn dafür gab es Strafsekunden, die der tatsächlich gefahrenen Zeit hinzu addiert wurden.

46.90 Sekunden legte Hanna Renner, ASC Sulzbach-Rosenberg, im ersten fehlerfreien Lauf vor, und im zweiten Durchgang verbesserte sie sich um ein halbe Sekunde auf 46.40 Sekunden. Knapp dahinter lagen ihre Verfolger, aber nur Dennis Hecht, RHT Rohrenstadt, kam bis auf drei Hundertstel Sekunden an die schnelle Hanna heran, der drittplazierte Lukas Schmidt war sogar 33 Hundertstel Sekunden langsamer.

Mädchen sehr schnell

In der Klasse 19a legte Fabian Meyer, ASC Sulzbach-Rosenberg, 44.68 Sekunden vor, kassierte aber fünf Strafsekunden. Mehr Glück hatte der im zweiten Lauf, bei dem er die Bestzeit der Jugendklassen mit 43.19 Sekunden aufstellte. Die flotten ASC-Mädels Marina Faltenbacher und Anne Renner waren eine und zwei Sekunden langsamer und belegten die Folgeplätze.

Auf gut 1000 Meter wurde der Parcours für die Tourenwagen und Eigenbaufahrzeuge verlängert. Jeder Starter hatte einen freien Trainingslauf sowie zwei Wertungsläufe, von denen der bessere für die Platzierung zählte. Gefühlvoller Umgang mit dem Gaspedal war besser als Bleifuß, denn fünf Strafsekunden für jede umgeworfene oder ausgelassene Pylone machten jede Chance auf einen Pokal zunichte. Mit 1:06,24 fuhr Bertram Lukesch, ASC, auf den dritten Platz der Klasse 3, ein überaus gutes Ergebnis bei 18 Fahrern in dieser Klasse. Schneller und auch etwas lauter drehten die verbesserten Tourenwagen ihr Runden auf dem Stoppelfeld, als von Amberg herüber immer mehr dunkle Wolken aufzogen, deren Inhalt schließlich den Acker in "Schmierseife" verwandelte. Bei der geringsten Steigung gab es kein Vorwärtskommen mehr, die Profilreifen schmierten sich zu und drehten nur noch durch.

Nur noch Matsch

Abwarten oder Abbruch des Cross-Slaloms - darüber berieten die ASC-Verantwortlichen mit Sportkommissar Josef Niedermeier und den Cross-Fahrern. Als der Regen nachgelassen hatte, wagten sich die Eigenbau-Piloten in den Schlamm-Parcours, und wer wieder am Ziel angelangte, hatte nur noch die "Modefarbe Schlamm" auf der Karosserie.

Der ASC ließ schließlich die sonst um Bestzeit und Tagessieg fahrenden Eigenbaufahrzeuge in den Cross-Kurs, aber Zeiten von knapp unter 1:18 Minuten waren mehr als 10 Sekunden schlechter als die besten Tourenwagenzeiten. 1:17.99 Min. legte Bernhard Bruckmüller, MSC Schmidmühlen vor, 1.22.79 fuhr Reinhold Reger, ASC Sulzbach-Rosenberg.
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