KAB-Senioren aus Rosenberg besuchen Synagoge und interessieren sich für Juden
Der lange Weg zum Museum

Stadtarchivar Johannes Hartmann (links) schilderte den Besuchern die Historie der Sulzbacher Juden und auch die der Synagoge. Bild:
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
17.10.2015
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Auf dem Programm der KAB-Senioren aktiv der Pfarrei Herz Jesu Rosenberg stand diesesmal der Besuch der ehemaligen Sulzbacher Synagoge. Stadtarchivar Johannes Hartmann erzählte den Senioren die Geschichte der hiesigen Juden und die der Synagoge.

Erst im Jahr 1666 stellte demnach Pfalzgraf Christian August den Schutzbrief für Feustel Bloch aus und somit konnten die Sulzbacher Juden ihren Gottesdienst im sogenannten "Löchlein" halten. Für einen jüdischen Gottesdienst mussten zehn Männer anwesend sein.

1737 wurde die Synagoge am jetzigen Standort gegründet. Im sogenannten Juden-Edikt von 1813 wurde die Zahl der jüdischen Familien auf 63 beschränkt. Diese Synagoge wurde beim Stadtbrand 1822 vernichtet.

In den folgenden Jahren wurde der Gottesdienst im Haus der Familie Rothschild gefeiert. Ein Neubau folgte in den Jahren 1826/27. Die jüdische Gemeinde löste sich 1934 auf.

Die Einrichtungsgegenstände wurden nach Amberg gebracht, wo sie in der Reichspogromnacht vernichtet wurden. Die Stadt kaufte die Synagoge und richtete dort das Heimatmuseum ein. 1951 wurde sie an privat verkauft und anschließend umgebaut. Es wurde eine Zwischendecke eingezogen und eine zweite Wohnung im Dachgeschoss ausgebaut. Auch im Erdgeschoss waren eine Wohnung und Lagerräume. Die Stadt kaufte 2008 die Synagoge zurück. Das Gebäude wurde entkernt und saniert.

Die Senioren hatten anschließend noch Gelegenheit, interessante Schaukästen zu besichtigen.
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