Kämpfer in vorderster Linie

In den verdienten "Feuerwehrruhestand" verabschiedete Fachkreisbrandmeister Rudi Kummert nach 33 Jahren Erich Kolb (links). Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
26.11.2015
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Bei der Schnapszahl holt man gleich Luft: 444 Atemschutzträger absolvierten heuer den vorgeschriebenen Wiederholungslehrgang. Sie kämpfen bei zahllosen Brandeinsätzen im Landkreis in vorderster Linie gegen das Feuer, retten Leben und riskieren dabei ihr eigenes.

Eine Jahresbilanz zog Kreisbrandmeister Rudi Kummert im Beisein von fast allen Kommandanten der Atemschutzwarte in der Feuerwache Amberg. Kummert berichtete von zwei Grundlehrgängen, dem 107. und 108. seit Gründung. 63 Männer und Frauen konnten neu ausgebildet werden. Der 109. Lehrgang beginne in Kürze.

17 Übungsabende

An 17 Übungsabenden in Amberg besuchten 444 Atemschutzträger den vorgeschriebenen Wiederholungslehrgang, 62 Aktive den Lehrgang in Rosenberg. Gemeinsam mit dem Fachbereich Gefahrgut wurde ein Grundlehrgang für Chemikalienschutzanzug in Rosenberg sowie zwei Wiederholungslehrgänge in Vilseck und Auerbach (siehe nebenstehender Artikel) organisiert. Dabei wurden 37 Feuerwehrfrauen und -männer ausgebildet, so Kummert.

Er lobte die Ausbilder der beiden Fachbereiche Atemschutz und Gefahrgut sowie der Atemschutzpflegestelle unter Leitung von Matthias Hofmann der Feuerwehr Amberg. Für das kommende Jahr werden neue Kurse angeboten. Im Anschluss stellte Kummert sein Ausbilderteam vor: Neben Dr. Wolfgang Knarr stehe nun auch Dr. Michael Körber als neuer Feuerwehrarzt zur Verfügung. Als wichtige Informationen gab Kummert noch bekannt, dass in Zukunft angemeldete Lehrgangsplätze die unentschuldigt nicht belegt werden, trotzdem verrechnet werden. Für die kommende Nutzung des Digitalfunkes ist zu beachten, dass der Notfallruf am Funkgerät bei der Leitstelle Amberg aufläuft und dabei den gesamten Funkverkehr sperrt.

Abschied von Kolb

Höhepunkt war die Verabschiedung des Atemschutzausbilders Erich Kolb. Das Mitglied der Feuerwehr Rosenberg stand als Ausbilder dem Landkreis Amberg-Sulzbach 33 Jahre treu zur Seite. Seine Aufgaben waren medizinische Überwachung und Sanitätsdienst bei den nicht immer ungefährlichen und belastenden Schulungen. "So mancher Feuerwehrkamerad vergaß seine Aufregung und ging beruhigt in den Lehrgang, wenn sich Erich Kolb mit Sanitätskoffer und einem lockerem Spruch in der Nähe befand", sagte der Kreisbrandmeister Rudi Kummert. Gemeinsam mit Kreisbrandrat Fredi Weiß zeichnete er Kolb für sein kameradschaftliches Wirken über drei Jahrzehnte hinweg aus.
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