Karibisch-tropische Volksmusik

Den wundervollen Sonnenuntergang hatten die beiden Trompeter entdeckt und spielten stimmungsvoll am Balkon.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
08.06.2015
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Eine neunköpfige Band sitzt mit ihren Instrumenten in einer Nische. Die Musiker wirken unscheinbar. Wie Wirtshausmusikanten, die nur ein wenig aufspielen wollen. Doch bereits nach ein paar Sekunden harmonischer Klänge wird klar: Diese Band hat Flair, ein ganz charmantes, zauberhaftes und sogar wandelbares.

G.Rag y los Hermanos Patchekos - so heißt die Münchner Musikgruppe, die ein stilistisch eigenwilliges Open-Air-Konzert im Hinterhof der Buchhandlung Volkert gab. Die Organisatoren vom "Kultopf" holen stets alternative Bands mit speziellen Musikrichtungen nach Sulzbach-Rosenberg.

Eigene Rhythmus-Welt

Das ist ihnen wieder einmal gelungen, denn diese Vollblutmusiker leben in ihrer eigenen rhythmischen Welt und spielen etwas Neues, Außergewöhnliches: Caribbean Trash Folk. Dies ist nach ihrer Meinung die ideale Mischung aus Country-Trash, Folk, lateinamerikanischen und karibischen Rhythmen und bayerischer Volksmusik.

Die Musiker fühlen sich frei und unbefangen, was vermutlich an ihrer Einstellung zur Musik liegt: "Künstlerisch eigenwillig, geschäftlich unabhängig und wirtschaftlich unsinnig" - genau das wollen sie sein. Und sie spiegeln diese Charakteristika auch in ihrer Musik wider. Diese ist unverwechselbar, einmalig und absolut à la G.Rag y los Hermanos Patchekos.

Eigenwilliger Sound

Sie spielten mit einer Lässigkeit sondergleichen und witzelten aus aktuellem Anlass herum: "Es folgt ein Lied für die Kaspern in Elmau - King of the hill." Aus den Kehlen von G.Rag alias Andreas Staebler und DJ Ernesto alias Daniel Kappla kamen aber auch soulige Töne. Ihre Musikinstrumente sind so ausgefallen wie ihr Bandname, aber eben dieses "aus dem Rahmen fallen" passt zu den Münchner Brüdern. Diese nennen sich selbst die "Bekifften Brüder", da dieser Name am besten zu ihrem eigenwilligen Sound passe.

Auf der Tanzfläche wurde stilistisch passend getanzt und auch das Wetter erwies sich als ideal - so konnte in einer lauwarmen Nacht karibisch-tropischen Klängen gelauscht werden.
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