Karriere nicht immer geradlinig

Mit welchen Methoden Ergotherapeuten arbeiten, erfuhren die Neuntklässler der Walter-Höllerer-Realschule bei Tobias Rübben (Abschlussklasse 1990) im nicht immer unkomplizierten Selbstversuch. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
17.02.2015
22
0

Die jüngsten Referenten des Berufswahlseminars an der Realschule haben ihren Abschluss erst 2014 gemacht, die ältesten 1973. "So gut wie in der Schule geht's euch nie wieder", erzählten sie den Neuntklässlern - aber auch, was man mit viel Engagement im Beruf schaffen kann.

50 Jahre besteht heuer die Realschule. Tausende haben hier die mittlere Reife erworben. 36 von ihnen sind jetzt an ihre Schule zurückgekehrt und haben den Neuntklässlern ihren beruflichen Werdegang vorgestellt. Es zeigte sich, dass der Realschulabschluss zahlreiche Möglichkeiten bietet und dass eine letztendlich erfolgreiche berufliche Entwicklung nicht zwangsläufig geradlinig verlaufen muss.

Nur mit Absolventen

Alle Referenten waren der Einladung der Studienrätinnen Jana Fölkel und Andrea Hirsch gefolgt, die das Berufswahlseminar in Zusammenarbeit mit Berufsberaterin Luise Schmirler, selbst Absolventin der Realschule, organisiert hatten.

Die Idee, ein Berufswahlseminar ausschließlich mit Absolventen der eigenen Schule auf die Beine zu stellen, kam bei den Neuntklässlern sehr gut an. Sie lernten daraus, dass man beruflich vielfältige Möglichkeiten hat, wenn man sich engagiert.

Danach aufs Gymnasium

Ein Industriemechaniker war ebenso vertreten wie eine Hotelfachkraft, eine Pharmazeutisch-Technische Assistentin, ein Bankkaufmann, ein Schreiner, ein Polizist, ein Fachinformatiker oder ein Landschaftsgärtner. Auch eine angehende Fachlehrerin, für deren Ausbildung die mittlere Reife Voraussetzung ist, und eine Heilerziehungspflegerin stellten sich und ihre Berufe vor.

Viele ehemalige Realschüler besuchten die FOS, um anschließend ein Fach- oder Hochschulstudium zu aufzunehmen, was der Industrietechnologe für Automatisierungstechnik, der Gymnasiallehrer, die Sozialpädagogin oder der Vertriebsingenieur bewiesen. Auch ein Wechsel ans Gymnasium ist nach erfolgreichem Besuch der Realschule möglich. Das erfuhren die Neuntklässler von einer Referendarin für das Lehramt an beruflichen Schulen.

Neben den Informationen zu den Berufen erhielten die Schüler auch lebenspraktische Weisheiten serviert wie "genießt eure letzten großen Ferien". Manch einer der Referenten nutzte anschließend die Möglichkeit, ehemaligen Lehrern Hallo zu sagen.

Das erste Inklusionskind

Die Realschule ist seit November 2013 offiziell Inklusionsschule. Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen wurden hier aber auch schon vorher betreut und ausgebildet. So war es besonders erfreulich, dass das erste Inklusionskind der Schule, das 2009 seinen Abschluss gemacht hat, seinen Beruf der Verwaltungsfachangestellten vorstellte.

Als Dankeschön für ihr Kommen erhielten alle Referenten eine kleine Aufmerksamkeit. Besonders begehrt war der Kugelschreiber mit der Aufschrift "Walter-Höllerer-Realschule".
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.