Katharina List kehrt als Klimaschutz-Koordinator des Landkreises nach Ensdorf zurück
Punktlandung in der Heimat

Katharina List hat in Bayreuth und Exeter studiert und die letzten drei Jahre bei Berlin gearbeitet. Bild: hs
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
04.02.2015
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Fast 50 Bewerber wären gerne Klimaschutzkoordinator des Landkreises geworden. Darunter viele Absolventen des einschlägigen Amberger OTH-Studiengangs. Zum Zug kam schließlich eine Fachfrau, die in zwei brandenburgischen Kommunen schon drei Jahre als Klimaschutzmanagerin gearbeitet hat und nun zurück in die Heimat wollte: Katharina List aus Ensdorf.

Auf die Ausschreibung der Stelle durch den Landkreis sei sie durch einen ungewöhnlichen Zufall aufmerksam geworden, erzählte die 27-Jährige am Mittwoch bei ihrer Vorstellung im Landratsamt: Als sie in Leipzig einen Vortrag über ihre Arbeit hielt, saß der Hohenburger Kreisrat Sebastian Schärl im Publikum und wies sie auf die Amberg-Sulzbacher Pläne hin.

Der Vertrag von Katharina List läuft über drei Jahre mit der Option, ihn um zwei Jahre zu verlängern. Sie ist direkt beim Landkreis angestellt, doch ihr Arbeitsplatz ist das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) in Ensdorf. "2015 werden die Aktivitäten von ZEN und Klimaschutzmanagement ziemlich verschmelzen", begründete Landrat Richard Reisinger diese Zuordnung.

List schätzt die Arbeit des ZEN sehr positiv ein, was dessen Geschäftsführer Gerhard Kopf erneut die Vorbildfunktion seiner Einrichtung vor Augen führte: "Der Blick von außen hat uns gutgetan." In den bayerischen Landkreisen seien Stellen für Klimaschutz-Koordinatoren nicht sehr häufig, meinte Katharina List. Deshalb freue sie sich umso mehr, dass gerade ihre Heimatregion hier aktiv geworden sei. Der Kreistag beschloss im Dezember 2013, diese Stelle einzurichten, um das Klimaschutzkonzept des Landkreises aus dem Jahr 2012 besser umsetzen zu können.

Die studierte Geografin sieht ihre Hauptaufgabe darin, ein verstärktes Bewusstsein der Bürger für den Klimaschutz zu schaffen. "Ich muss nicht selbst Solaranlagen bauen, sondern den Leuten zeigen, was sie machen können." Da werde sie viel in den Gemeinden unterwegs sein. Und man müsse darauf achten, dass der Landkreis ein Vorbild sei. Diesen "Bewusstmachungsprozess" schätzt auch Landrat Reisinger als wichtigsten Aspekt der Klimaschutz-Tätigkeit ein. "Wir haben ja alle noch eine gewisse fossile Sorglosigkeit, da nehme ich mich selbst gar nicht aus."

Katharina List freut sich jetzt auf die Zusammenarbeit mit einem "tollen Team", nachdem sie bisher als "Einzelkämpferin" tätig war. Was sie dabei trotzdem auf die Beine stellte, wurde im Juli 2014 mit der Auszeichnung als Klimaschutzmanagerin des Monats honoriert.
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