Kein Kreisel, keine Querung

Die senkrechte Anbindung der Auffahrtsrampe aus Richtung Amberg an die Europastraße ist gewollt: Gerade wegen der Sichtverhältnisse muss der Fahrer an der Einmündung erhöhte Vorsicht walten lassen.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
28.10.2015
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Es hieß zwar Befragung, entpuppte sich aber als Informationsgespräch: Stefan Noll, Abteilungsleiter am Staatlichen Bauamt, gab im Stadtrat Auskunft über diverse Verkehrsprobleme auf Staats- und Bundesstraßen. Dabei gingen auch einige Hoffnungen den Bach hinunter, denn manches ist einfach nicht machbar.

"Ist denn am Feuerwehrhaus in der Bayreuther Straße wirklich kein Kreisverkehr möglich?" Dr. Thomas Steiner (SPD) eröffnete die Fragestunde mit einem Dauerbrenner, den Stefan Noll aber sofort löschte: "Sehr schwierig vorstellbar, kein Grund, hier bauliche Veränderungen vorzunehmen!" Die Ampelanlage erfülle voll ihren Zweck. Für einen angemessenen Kreisverkehr müssten rund 50 bis 60 Meter Durchmesser eingeplant werden, was hier nicht möglich sei.

Vorfahrt achten

Warum der Autofahrer aus Richtung Amberg senkrecht auf die Europastraße zugeführt werde und nicht leicht schräg einfahren könne an der Rampe in Siebeneichen, wollte der gleiche Fragesteller wissen. "Das ist so gewollt", erklärte der Bauoberrat, damit das Prinzip des "Vorfahrt achten" auch beherzigt werde. Allerdings müsse man über eine weitere Befestigung der Bankette nachdenken.

Könne man den Schwerverkehr aus der Rosenberger Straße zwischen Meister-Kreuz und Industriegebiet herausbringen und auf die Europastraße leiten, wollte Gabi Mutzbauer (Grüne) wissen. Für Verkehrsrecht sei das Landratsamt zuständig, so die Auskunft, eine Staatsstraße sei aber schwer zu beschränken. "Wir könnten höchstens tauschen, Europastraße gegen Staatsstraße 2040", meinte Noll halb im Scherz - der Bürgermeister könne es sich ja überlegen.

Neues Rechtsabbiegen

Hans-Jürgen Reitzenstein (FDP/FWS) brachte die Kreuzung auf der B 14 bei Kauerhof ins Spiel - hier müssen wir noch dran arbeiten", gab Stefan Noll zu, die Situation dort sei noch nicht befriedigend. Die Storg-Kreuzung soll nicht umgebaut werden, wie es Dr. Thomas Steiner anregte. Nur die Rechtsabbieger zur Innenstadt aus Richtung Hahnbach, die beim Einfahren auf die Teilnehmer aus Richtung Sparkasse achten müssten, sollen anders geleitet werden - mit einer Lösung ähnlich wie die an der Berufsschule, um senkrechteres Abbiegen zu gewährleisten.

Die gewünschte Querungshilfe am Liliencenter sei an der Bushaltestelle nicht möglich, da sich die Sichtverhältnisse durch die Linksabbiegespur zu gefährlich gestalteten. Weiter oben an der Apotheke seien große Grundstückseingriffe erforderlich, eine Querung nicht mehr sinnvoll.

Der dreistreifige Ausbau der B 85 zwischen Amberg und Sulzbach-Rosenberg sei abgeschlossen. Warum gehe er nicht durch bis zur BePo, wollten die Stadträte wissen. "Das hat niemand gefordert oder beantragt, drum gibt es auch keine Planung!", meinte Noll. Das gleiche gelte auch für eventuelle Veränderung der Kreuzung bei Kropfersricht. Geplant werde derzeit lediglich ein straßenbegleitender Radweg von Kropfersricht bis zur BePo.
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