Keine falsche Scham

Die Polizeibehörden und der SkF freuen sich über ihre jetzt engere Zusammenarbeit (von links): Sabine Kreiner, Christine Bernard-Gunesch, Ulrike Pfleger, Marianne Gutwein, Diana Schön, Tanja Ott, Andreas Müller, Marianne Kargl und Birgit Fröhlich. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
07.11.2015
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Das ist eine der Aufgaben, die ein Höchstmaß an Einfühlungsvermögen und professioneller Krisenberatung gleichermaßen erfordert. Sie heißt Interventionsstelle für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen.

Seit sich der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) auch dieser Arbeit zuwendet, gibt es jährliche Treffen mit den Polizeibehörden. Auch sie haben entsprechende Stellen eingerichtet und bei den Inspektionen sogenannte Schwerpunktsachbearbeiter benannt. Seit 1. August gibt es nun offiziell diese Interventionsstelle für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen beim SkF. Kontaktiert werden kann sie über den bereits für andere persönliche Krisensituationen eingerichteten SkF-Notruf 09621/2 22 00.

Polizei sensibilisiert

Die neue Anlaufstelle rückte in den Mittelpunkt des aktuellen Jahrestreffens mit den Polizeibehörden. Als Ansprechpartnerin auf Präsidiumsebene war Kriminalhauptkommissarin Marianne Kargl vertreten, unterstützt von den zuständigen Schwerpunktsachbearbeitern der Inspektionen Amberg, Sulzbach-Rosenberg, Auerbach sowie der Amberger Kripo.

Eine Art Nachsorge

Der SkF ist bestrebt, das sogenannte proaktive Beratungsangebot der Interventionsstelle so auszuweiten, dass auch solche Frauen erreicht werden, die es nicht schaffen, aus eigener Initiative für sich und ihr Lebensumfeld angemessene Hilfe zu organisieren. Proaktive Beratung, so eine Pressemitteilung, bedeutet konkret, dass Frauen nach einem Einsatz der Polizei wegen häuslicher Gewalt mit deren Einverständnis von der Interventionsstelle telefonisch kontaktiert und beraten werden.

Dabei orientiert sich die Zusammenarbeit zwischen SkF und Polizei an dem von der Freien Wohlfahrtspflege Bayern erstellten Eckpunktepapier zu diesem Problemkomplex. Die Finanzierung dieser Stelle teilen sich der Freistaat, die Stadt, der Landkreis und der SkF, der seit Jahren einen entsprechenden Bedarf reklamiert hat. Der seit 2012 mit dem Polizeipräsidium Oberpfalz bestehende Kooperationsvertrag zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt, kann nun ausgeweitet werden.
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