Kindern Sicherheit geben

Schulleiter Alfred Steindl (hinten rechts), Verkehrserzieher Uwe Aulinger (hinten Mitte), Ordnungsamtsleiterin Rosalia Wendl (mittlere Reihe, Zweite von links) und Elternbeiratsvorsitzende Simone Roßmann (mittlere Reihe, rechts) dankten den Schulweghelfern der Pestalozzischule. Andrea Bezold (vorne rechts) und Corinna Groth (mittlere Reihe, links) bekamen zum Ausscheiden das Schulweghelfer-Ehrenabzeichen der Verkehrswacht verliehen. Bild: cog
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
24.07.2015
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"Die größte Erfolgsmeldung ist auch heuer wieder, dass es keine Unfälle gab", verkündete Alfred Steindl, der Leiter der Pestalozzischule. "Das ist Ihnen zu verdanken", meinte er beim Sommertreffen der Schulweghelfer. Für das kommende Schuljahr werden neue Freiwillige gesucht.

(cog) Die Elternlotsen trafen sich zum Erfahrungsaustausch mit Rosalia Wendl, der Leiterin des Ordnungsamts, und Uwe Aulinger, bei der Polizei zuständig für die Verkehrserziehung. Wendl stellte fest, dass an den brisanten Stellen alles funktioniert. "Wenn Sie nicht dort stünden, wäre der Schulweg nicht so sicher", betonte sie. Die Eltern wüssten dieses Engagement zu schätzen.

Lieber entfernt parken

Auch Aulinger dankte den Schulweghelfern für ihren zuverlässigen Einsatz. Allerdings würden manche Eltern ihrer Vorbildfunktion nicht gerecht und verursachten morgens vor der Schule ein Verkehrschaos. Der Polizeioberkommissar schlug vor, etwas entfernt zu parken und das Kind den Rest des Weges allein laufen zu lassen, damit es nach und nach Sicherheit im Verkehr erwirbt.

Die Elternlotsen berichteten, dass es an den Bushaltestellen in den Außenbezirken keine heiklen Situationen gegeben habe. Auch an der Einmündung der Weiherstraße in die Rosenberger Straße wurde es nie brenzlig, obwohl manchmal Autos in der falschen Richtung um die Verkehrsinsel herumfahren.

Ein Brennpunkt bleibe die Ampel an der Hofgartenstraße: Immer wieder fahren Autos bei Rot oder bleiben mitten auf dem Fußgängerübergang stehen. Manche weichen über den Bürgersteig aus, um den Rückstau der Linksabbieger zu umgehen. Es komme auch vor, dass Schüler der Krötenseeschule sehr schnell und ohne Rücksicht auf dem Bürgersteig radeln. Dadurch gefährdeten sie kleinere Kinder. Die Schulweghelfer wiesen darauf hin, dass viele Schüler sofort an der Kreuzung die Konrad-Mayer-Straße überqueren, wo sie von Autofahrern nicht gesehen werden können. Es wäre viel sicherer, den auf den Bürgersteig gemalten Fußspuren zu folgen und erst später auf die andere Straßenseite zu gehen.

Fünf scheiden aus

Mit diesem Schuljahr beenden fünf Elternlotsinnen ihren Dienst. Simone Roßmann, die Vorsitzende des Elternbeirats, die den Lotsendienst koordiniert, dankte Andrea Bezold, Helga Fischer-Kaymakci, Corinna Groth, Anke Kaltenbach und Anita Windl für die gute Zusammenarbeit mit einem Präsent. Wendl hob hervor, dass Bezold seit 2006, also seit neun Jahren, die Bushaltestelle in Gallmünz betreut. Groth unterstütze seit vier Jahren die Kinder an der Weiherstraße.

Mit den Grüßen von Bürgermeister Michael Göth übergab die Ordnungsamtsleiterin den beiden langjährigen Elternlotsinnen ein Geschenk der Stadt und verlieh ihnen das Schulweghelfer-Ehrenabzeichen der Verkehrswacht. Andrea Bezold erklärte abschließend: "Man bekommt von den Kindern viel zurück. Man spürt, dass sie die Hilfe schätzen und wissen, dass man ihnen Sicherheit gibt."
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