Kirwa-Unwetter gemeistert

Der Vorstand mit (von links) Bernd Lödel, Norbert Gräml, Markus Weber, Vorsitzendem Hans König, Florian Kaufmann, Kassier Armin Haberkorn, Schriftführer Frank Schloß, Hans-Jürgen Neidel, 2. Vorsitzenden Georg Götz, Kommandant Jürgen Schloß und Kreisbrandinspektor Karl Luber. Bilder: kök (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
30.01.2015
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Beeindruckende Zahlen legten die Verantwortlichen der Rosenberger Wehr bei der Hauptversammlung vor. Dabei machten die Berichte eines ganz deutlich: Die Anforderungen an die Aktiven steigen ständig. Außerdem standen Wahlen und Ehrungen an, und nach 35 Jahren gibt der Kassier sein Amt in jüngere Hände.

(kök) Vorsitzender Hans König bewies mit seinem Bericht, dass neben dem aktiven Dienst auch das Vereinsleben nicht zu kurz kam. Ob Ausflüge, Wanderungen oder die Teilnahme an Feuerwehrfesten im Landkreis, die Wehr Rosenberg ist auch gesellschaftlich viel unterwegs. Die Aktivitäten für die derzeit 471 Mitglieder erarbeitete der Vorstand in acht Sitzungen.

99 Einsätze verbucht

Ein "eher ruhiges Jahr" bilanzierte Kommandant Jürgen Schloß. Doch auch ohne nennenswerte Großschadensereignisse stehen 99 Einsätze zu Buche. 79 technische Hilfeleistungen, elf Brände und neun Fehlalarme waren es im Einzelnen. In der Summe macht das 1228 Einsatzstunden aus, die 926 freiwillige Helfer leisteten. Mehr und neue Ansprüche an den Dienstleistenden stellten Unwetter, erhöhtes Verkehrsaufkommen mit neuen Fahrzeugtypen oder auch die modernen Industriebetriebe mit dort verwendeten Gefahrenstoffen: "Dafür brauchen wir eine ständige Fort- und Weiterbildung."

In Rosenberg gab es 129 Ausbildungsveranstaltungen mit 8100 Stunden. Hinzu kommen Lehrgänge an den staatlichen Feuerwehrschulen und überörtlichen Ausbildungsstätten. "Wir legen Wert auf eine fundierte zeitgemäße Ausbildung", so Schloß. Da oft die Zeit nicht ausreiche der technischen Entwicklung Folge zu leisten, gehe man neue Wege. So finden flexiblere Ausbildungsveranstaltungen auch vormittags statt, um auch Schichtarbeitern die Teilnahme zu ermöglichen.

Zehn Aktive legten die Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung ab. Zwei Männer waren beim Atemschutzleistungswettbewerb erfolgreich. Vier Atemschutzträger vertraten die Stadt beim Stairrun in Berlin. Eine Hauptaufgabe der Rosenberger Wehr liegt im Atemschutz. Hier finden alle Wiederholungsübungen der Stadtfeuerwehren im Gerätehaus statt. Die Übungsanlage in Rosenberg nutzen Mannschaften aus dem ganzen Landkreis. Die Atemschutzwerkstätte war ebenfalls hoch frequentiert.

Schloß lobte die Jugendmannschaft als "Aushängeschild unserer Wehr". Sieben Rosenberger haben zusätzlich Funktionen in der Landkreisführung übernommen. 76 Aktive zählt die Mannschaft, diese teilen sich teils in Mehrfachfunktionen in elf Führungsdienstgrade, 24 Atemschutzgeräteträger, 37 Maschinisten, 15 mit Ausbildung zur Höhen- und Absturzsicherung und zehn mit abgeschlossener Ausbildung im Rettungsdienst.

Schreckliches Bild

Schloß blickte noch auf das Einsatzgeschehen 2014 zurück. Die Anzahl der Notfalltüröffnungen war wieder hoch. Höhepunkt war die Übergabe des neuen Gerätewagens. Ein starkes Unwetter zog ausgerechnet am Abend des Kirwasamstags über den Ortskern. Unzählige Einsatzstellen mussten abgearbeitet werden, teils unter erschwerten Bedingungen, da die Hauptstraße voller Besucher war.

Ein schreckliches Bild bot sich den Einsatzkräften bei einem Wohnhausbrand. Hoher Sachschaden entstand beim Brand im Gastraumbereich des Kettelerhauses, hier konnte jedoch ein noch größerer Schaden verhindert werden.

An 44 Tagen

Der Jugendwart berichtete über die Aktivitäten seiner Gruppe. Drei Mitglieder sind unter zwölf, 20 zwischen zwölf und 17 Jahre alt. An 44 Tagen haben sie sich vor allem der Ausbildung gewidmet. Dementsprechend erfolgreich war die Jugendmannschaft dann auch: Sechs Anwärter legten die Bayerische Jugendspange, elf die Leistungsprüfung Deutsche Jugendspange ab. Fünf Jugendliche erfuhren eine monatelange Grundausbildung und acht absolvierten einen Funklehrgang. Höhepunkt war der Tag der Berufsfeuerwehr mit 24-Stunden-Dienst und zahlreichen Einsätzen. Der Ski- und Fahrradbasar ist mittlerweile landkreisweit bekannt.

Große Investitionen

Den Jubilaren dankte Bürgermeister Michael Göth für ihre Förderbeiträge. Die Wehr lobte er, dass sie über den Feuerwehrdienst noch Veranstaltungen organisiere, deren Erlöse wieder zurückfließen. Die Stadt wisse um ihre Verantwortung und habe große Investitionen in die Wehren getätigt.

Auf die auch psychische Belastung durch die Einsätze wies Kreisbrandinspektor Karl Luber hin. Das Erlebte sei für die Helfer oft nicht leicht zu verarbeiten. Hier brauche es die volle Unterstützung der Verantwortlichen.
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