Kirwaglück für Julia und Julian

Für ein ganzes Jahr regieren Julia Pickel und Julian Heiss als Oberkirwapaar in Großenfalz. Der Nachwuchs steht mit (vorn, von links) Luis Fleischmann und Max Niebler schon parat und übt als Aufpasser für den Bätzen.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
18.06.2015
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Kirwaleit' teilen ihrer Umwelt gerne mit, was sie alles haben. Kirwa, Köichla und Durst zum Beispiel. Die Großenfalzer haben auch gut angezogene Burschen, weil die Moila da nichts dem Zufall überlassen.

Es war ein schmackhaftes Kirwa-Menü, dass die Großenfalzer zum Einstieg in die Saison der Brauchtumsfeste servierten. Die Kür des Oberkirwapaars lockte bei strahlend blauem Himmel viele Besucher an. Am Montag machte dann wieder ein rußgeschwärzter Kirwabär die kleine Ortschaft vor den Toren der Stadt unsicher.

Nach dem Aufstellen des Baums am Samstag ging das Fest am Sonntag in die heiße Phase. Nicht ganz ausgeschlafen, aber gut gestärkt zogen die Burschen am frühen Nachmittag los, ihre Moila zu suchen. Stolz trugen sie dabei mit Namen und Emblem bestickte Hemden; eine gelungene Überraschung ihrer Tanzpartnerinnen.

Etwas verspätet erreichte der Tross per Traktorgespann den Festplatz rund um den Gasthof Wagner Sepp. Dazu gehörten insgesamt zehn Kirwapaare, das Fasslwirte-Duo Reil und Mutzbauer sowie die Nachwuchs-Bätzenführer Luis Fleischmann und Max Niebler.

Mit einem Mix aus traditionellen Tänzen und markigen Gstanzln drehten die Paare Runde um Runde unter dem Kirwabaum. Dabei wechselte ein Blumenstrauß von Hand zu Hand. Er war nach 25 Minuten bei Julia Pickel und Julian Heiss angekommen, als der Wecker klingelte. Damit standen sie als Oberkirwapaar fest. Belohnt mit dem Tuch für das Moidl und einen Bierkrug für den Boum, legten beide den Siegestanz aufs Podium. Gefeiert wurde am Abend mit der Band Grodaas.

Am Kirwamontag zog die Gesellschaft von Haus zu Haus, um etwas Geld in die strapazierte Kasse zu bringen. Mit dabei war der Kirwabär Christian Schön ("Willi"). Allerhand Kraft benötigte sein Führer Patrick ("Ubi"), den Bären an der kurzen Kette zu halten, um die Gesichter der Bewohner vor seinen rußigen "Pfoten" zu schützen. D' Schnarrendorfer spielten derweil zur Unterhaltung beim Wagner Sepp. Am Abend stieg mit zünftigen Klängen von Sakrisch die Stimmung nochmals an. Zudem wurde der Kirwabaum sowie weitere Preise verlost. Mit einer Trauerrede und der dazugehörigen Musik trugen die Großenfalzer am Mittwoch ihre Kirwa für dieses Jahr zu Grabe.
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