Knallharter Abstiegskampf statt Mittelfeldduell: HC Sulzbach beim HSC Coburg II
Die Konkurrenz schläft nicht

Der Sulzbacher Rückraumspieler Benjamin Funke hat bisher in der Bayernliga für seine Mannschaft 13 Tore erzielt. Bild: Ziegler
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
07.02.2015
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Mit drei Siegen in vier Spielen ist der HC Sulzbach fast optimal in die Rückrunde der Handball-Bayernliga gestartet. Wie wichtig diese Erfolge waren, zeigt die Tabelle, denn die Konkurrenz lässt nicht nach und punktet locker mit. Nun stehen im Februar zwei schwere Auswärtsspiele in Coburg und Bayreuth an - da wird es schwierig, den tollen sechsten Tabellenplatz, den die Krizek-Truppe zurzeit belegt, zu verteidigen. Am Sonntag, 8. Februar, um 16 Uhr (BGS-Halle in der Lauterer-Straße) muss Sulzbach bei der Bundesligareserve des HSC 2000 Coburg antreten.

Es könnte so eine gemütliche Saison sein - wenn es den SV Anzing und die Tabellensituation in der 3. Liga Süd nicht gäbe. Mit Friedberg II, Ismaning und dem Lohr haben sich die drei Teams am Tabellenende schon gedanklich mit der Landesliga zu befassen. Zehn und mehr Punkte trennen diese Teams vom rettenden Ufer. Doch ab dem Tabellenelften Anzing (14 Punkte) bis zum Fünften Coburg (18) streiten sich sage und schreibe sieben Vereine um den vakanten viertletzten (Abstieg)-Rang, der dann gefährlich wird, wenn aus der 3. Liga mehr als ein bayerischer Verein absteigt. Danach sieht es im Moment aus, denn Friedberg und Fürstenfeldbruck zieren das Tabellenende der Süd-Staffel.

Das Duell der Coburger und der Gäste aus der Herzogstadt ist also nur auf dem ersten Blick ein Duell aus dem gesicherten Mittelfeld, sondern knallharter Abstiegskampf mit allem, was dazu gehört. Auch wenn die Oberpfälzer nur einen Zähler hinter den Gastgebern liegen, die Favoritenrolle gehört klar den Oberfranken. Schon im Hinspiel in Sulzbach dominierten die Coburger das Geschehen über weite Strecken und gewannen sicher mit 33:30. Dass das Team von Trainer Zdenek Vanek nicht viel weiter oben angesiedelt ist, liegt an den oft etwas launischen Auftritten und der Tatsache dass die "Stars" Jan Kästner, Haick Karapetjan, Nikola Franke und Konstantin Singwald aus verschiedenen Gründen oft nicht vollzählig zur Verfügung standen.

Die Truppe von HCS-Trainer Pavel Krizek blieb von solchen Problemen weitgehend verschont und konnte fast immer mit dem besten Kader auflaufen. Sicher auch ein Grund für die gute Platzierung nach zwei Drittel der Saison. Doch die Messe ist noch lange nicht gelesen und so müssen die Torjäger Smolik, Forster Kreyßig und Co. hungrig bleiben. Die Favoritenrolle schiebt man den Coburgern gerne zu, aber die Punkte müssen sich die Gastgeber schon selbst erkämpfen.

HC Sulzbach: Tor: Lotter, Heimpel. Feld: Toni Kreyßig, Björn Kreyßig, Krizek, Laugner, Marco Forster, Smolik, Benjamin Funke, Florian Funke, Luber, Brockstedt, Klee, Kristian Forster.
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