Knorr-von-Rosenroth-Gesellschaft befasst sich bei Tagung mit Theater und Drama
Sulzbachs reiche Vergangenheit entdecken

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
03.07.2015
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Die Jahrestagung der Christian-Knorr-von-Rosenroth-Gesellschaft war von den Professoren Dr. Bernhard Jahn (Hamburg) und Dr. Irmgard Scheitler (Würzburg) vorbereitet worden. Sie befasste sich in Sulzbach-Rosenberg mit Theater und Drama. Vertreter der lateinischen, italienischen und deutschen Literaturwissenschaft sowie Musikwissenschaftler haben über Dramen und Opern diskutiert.

Dabei wurde auch der Bestand der Sulzbacher Bibliothek untersucht, der sich heute in der Bayerischen Staatsbibliothek München befindet. Dieser ist sehr heterogen. Man hat von befreundeten Höfen Dramen geschenkt bekommen. Es wurden aber auch in Italien Komödien gekauft, um Italienisch zu lernen, denn die Sprache der Komödien galt als umgangssprachlich.

In Schulen gespielt

Des Weiteren wurden Vorträge gehalten zu Komödien, die in Schulen gespielt worden waren, zur Theorie des Dramas im 16. und 17. Jahrhundert, zu den Stoffen, die dramatisch bearbeitet wurden. Generell hat die Tagung die Vielfalt von theatralischen Formen im Barock gezeigt. Sie hat auch ergeben, dass Dramen sehr häufig mit Musik aufgeführt wurden, was wir heute nicht mehr erwarten.

Um das zu illustrieren, hat Irmgard Scheitler ein Konzert vorbereitet zusammen mit dem Ensemble "Musica Bell'arte" aus Salzburg. Darin wurde Musik zu Schauspielen des 17. Jahrhunderts aufgeführt, die seither nie mehr gespielt wurde. Darunter auch solche zu Knorrs Schauspiel "Die Vermählung Christi mit der Seele", das am Hof von Coburg zum Geburtstag einer Fürstin zum ersten Mal von Schülern präsentiert worden war.

Aus In- und Ausland

Die Tagungen sind auch immer die Gelegenheit für Forscher aus Deutschland und dem Ausland, Sulzbach und seine reiche Vergangenheit zu entdecken, hieß es dazu in einer Pressemitteilung.
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