Könnt ihr gerne haben

Bisher in der Baulast und Unterhaltspflicht des Landkreises, sind die Zufahrt und ausgedehnten Parkplatzflächen des jetzigen Freudenberger Gemeindezentrums (im Hintergrund) in die Verantwortung der Kommune übergegangen. Bild: Piehler
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
15.07.2015
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Jeder will Gewinner sein. Deshalb gibt es ja den so gerne zitierten Begriff einer Win-Win-Situation. Die funktioniert sogar, wenn es um Kreisstraßen und Radwege geht.

(zm) Per einstimmigem Beschluss ist Freudenberg beispielsweise am Montag um 5773 Quadratmeter gewachsen. Der Kreistag entsprach damit einer Ausschussempfehlung und stufte drei Flurstücke, die bisher als Kreisstraße (AS 29) gewidmet waren, zur Gemeindeverbindungsstraße ab. Damit fällt die Baulast und Unterhaltspflicht nun in die Verantwortung der Gemeinde.

Der Landkreis kann sich also freuen, hier nicht mehr für Schlaglöcher und den Winterdienst zuständig zu sein. Die betroffenen Flächen stellen die Zufahrt sowie Parkplatzflächen des in den 60er- und 70er-Jahren sehr beliebten Ausflugslokals Hammermühle dar. Inzwischen ist daraus das Freudenberger Gemeindezentrum geworden, in dem die Rathausverwaltung ihren Sitz hat.

Ist angelaufen

Auf einen Antrag der SPD-Kreistagsfraktion ging ein Tagesordnungspunkt zurück, der sich ausführlich mit der Radwege-Situation im Landkreis befasste. Eigentlich wurde nur nachgefragt, wie es um eine Radweg-Verbindung entlang der Kreisstraße AS 4 zwischen Ursensollen und Hausen bestellt ist. Schließlich seien bereits 1,2 Millionen Euro für dieses Projekt in den Haushalt aufgenommen worden.

Das bestätigte Markus Simon von der Tiefbau-Verwaltung und sprach von sogenannten "Anlaufmitteln". Ab 2017 rechnet er mit einer konkreten Planung, auf die sich dann der nötige Grunderwerb stütze. Die bauliche Umsetzung eines ersten Abschnitts erscheint ihm frühestens 2019 realistisch. Diese Aussagen traf Simon eingebettet in die Vorstellung einer Bestandsaufnahme bestehender Radwege sowie -verbindungen im gesamten Landkreisgebiet.

Gutes Grundgerüst

Unterschieden wird zwischen überregional ausgewiesenen Routen (Fünf-Flüsse-, Schweppermann-Radweg) und Teilstücken entlang von Bundes-, Staats-, Kreis- und Gemeindestraßen. In ihrer Kombination ergeben sie bereits ein ansehnliches Netz (einsehbar über die Landkreis-Homepage, Ipas Geoportal). Landrat Richard Reisinger (CSU) betonte, dass er dieser von der Verwaltung mühsam zusammengetragenen Bestandserfassung eine tragende Bedeutung für weitere Entscheidungen zumesse. Denn von der Leitlinie, Radwege-Bau je nach finanziellen Möglichkeiten und Bedeutung innerhalb des bestehenden Netzes, wolle er nicht abweichen. Sonst werde entschieden, dass der etwas bekomme, der es am lautesten einfordere. Das wolle er verhindern.
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