Konkurrenz für den Kompost

Auf dem Kümmersbrucker Wertstoffhof türmen sich im Bioabfall-Container bereits die kompostierbaren Beutel, in denen die Speisereste in den Haushalten gesammelt werden. Bild: Huber
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
05.12.2014
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Die Menschen im Süden des Landkreises können bereits Speisereste in den Wertstoffhöfen abgeben, die im Norden noch nicht. Lange müssen sie aber auch nicht mehr warten, sagt Robert Graf. "Das geht dann ganz schnell."

Noch im ersten Quartal 2015 sollen überall Bioabfälle gesammelt werden, verspricht der Leiter des Amtes für Abfallwirtschaft im Landkreis. Gleich im neuen Jahr will das Amt damit beginnen, Zug um Zug die neuen Behälter für Speisereste aufzustellen, bis alle 28 Wertstoffhöfe einen haben.

Theoretisch muss ja noch der Kreistag die Satzungsänderung dazu beschließen, aber nachdem der Kreisausschuss zugestimmt hatte, haben die Abfallwirtschaftler mit einer pfiffigen Lösung den ganzen Süden - mit Ausnahme von Kastl - versorgt: Sie haben einfach den Probebetrieb, den es ursprünglich nur in Kümmersbruck, Hahnbach und Ammerthal gab, auf immer mehr Gemeinden ausgedehnt.

Überall habe man Lob für diese neue Initiative erfahren, sagt Graf, vor allem in den städtisch geprägten Kommunen. "Das ist eine sehr gute Idee, jetzt wissen wir endlich, wo wir mit unseren Speiseresten hin sollen", war ein Satz, den die Mitarbeiter des Amtes oft gehört haben. Vor allem für die Restmülltonnen größerer Wohnanlagen verspricht sich Graf mit dem neuen System eine große Entlastung. Es geht übrigens auf die zum 1. Januar in Kraft tretende Pflicht zurück, Bioabfälle getrennt zu sammeln. Der Landkreis hat sich für die freiwillige Lösung entschieden, um nicht die Biotonne für jeden Haushalt einführen zu müssen.

Die Bürger, in deren Gemeinden die Sammlung organischer Küchenabfälle möglich wird, bekommen vom Landratsamt per Postwurfsendung eine Infobroschüre dazu. Darin ist ein Coupon für einen 10-Liter-Bioabfalleimer, den sie zusammen mit kompostierbaren Bioabfalltüten am Wertstoffhof kostenlos erhalten.

Was im Haushalt an Speiseresten anfällt, wird in der Tüte in den großen Sammelbehälter am Wertstoffhof gegeben. In dieser 660-Liter-Tonne geht zwar der Verrottungsprozess auch munter weiter, aber der Geruch soll niemand umhauen, der den Deckel aufmacht. Deshalb löst jedes Öffnen einen Sprühvorgang aus, der ein eigens für Biotonnen entwickeltes Spray freisetzt.

Natürlich kann auch weiterhin jedermann seine Bioabfälle im heimischen Garten kompostieren.
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