Kreisausschuss befürwortet eigenwirtschaftliches Arbeiten bei festen Budgets
Schulen profitieren vom Sparen

Das verleitet nur zum Dezember-Fieber.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
17.04.2015
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Die kreiseigenen Schulen bekamen vom Landkreis im Haushalt 2014 für Sachausgaben ein bestimmtes Budget zur Verfügung gestellt. Was sie nicht verbrauchten - Beträge zwischen 1400 und 7500 Euro -, wird geteilt: Die eine Hälfte geht zurück an den Landkreis, die andere darf die Schule behalten und etwa für Anschaffungen im EDV-Bereich ansparen. Dass das Geld nicht ausgegeben wird, hängt, wie Landrat Richard Reisinger im Kreisausschuss erläuterte, damit zusammen, dass die Schulen die Freigabe ihrer Budgets oft erst nach den Sommerferien erhalten. Das sei vielfach zu spät, um noch etwas Sinnvolles anzuschaffen. Die Budgetierung an sich hielten die Fraktionen aber für den richtigen Ansatz. Sie ermögliche ein "faires, gemeinsames Miteinander", fand Richard Gaßner (SPD). Auch Stefan Braun (CSU) lehnte Änderungen ab: "Das verleitet nur zum Dezember-Fieber." Also der Erscheinung, zum Jahresende noch zweifelhafte Anschaffungen vorzunehmen, um nicht im Folgejahr ein geringeres Budget zugewiesen zu bekommen. Michael Birner (ÖDP) weiß als ehemaliger Direktor des BSZ Amberg, wie bitter es ist, die Hälfte des Eingesparten wieder abgeben zu müssen. Seine Erkenntnis: "70 Prozent behalten zu dürfen, wäre noch besser."
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