Kreißsaal auf Hochtouren

Die zahlreiche Teilnahme am Still-Café im St.-Anna-Krankenhaus (hier die Gruppe des September-Treffens) beweist, dass die jungen Mütter auch nach der Geburt ihr Vertrauen in die Klinik setzen. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
14.10.2015
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Die Störche flogen fleißig - ein Geburtenrekord zeichnet sich im St.-Anna-Krankenhaus ab: Heuer werden dort wohl mehr als 500 Kinder das Licht der Welt erblicken. Eine immense Steigerung der "normalen" Zahl von rund 415 pro Jahr. Gibt es vielleicht eine Trendwende in der Demografie? Die SRZ fragte nach.

"Seit Bestehen des Kommunalunternehmens haben wir ganzjährig eine Neugeborenenrate von 500 noch nicht erreicht", stellt der Vorstand des Kommunalunternehmens, Klaus Emmerich, fest. "Wir schwanken stets zwischen jährlich 385 und 415 Neugeborenen in 2014." Nun sind es von Januar bis September 2015, also nach nur neun Monaten, bereits 420. "Das heißt, wir haben jetzt bereits das Rekordjahr 2014 überschritten und den neuen Rekord 2015 gesichert."

Mehr Babys am Land

Woran mag diese Steigerung liegen? Es sei zunächst die Leistung der guten Gynäkologen, Hebammen und Pflegekräfte, meint der Verwaltungs-Chef. Zum Anderen gebe es hoffentlich auch eine kleine Trendwende, "dass wir in ländlichen Regionen wieder mehr Babys begrüßen dürfen". Es sei das Vertrauen der Bevölkerung und auch junger Mütter in die Qualität der St.-Anna-Klinik.

Letztlich gebe wohl deren Ausstrahlung als persönliches und patientenorientiertes Haus, das auf vielfältige individuelle Wünsche werdender Mütter eingehe, den Ausschlag. "Frauen aus immer größerer Entfernung entscheiden sich für eine Entbindung hier", meint Emmerich nach einem Blick in die Statistik.

Von den bisher 420 Geburten in diesem Jahr entfielen 85, also 20 Prozent, auf Familien im Stadtgebiet, und 110 (26 Prozent) auf amerikanische Staatsangehörige. "Damit belegen wir aufgrund unserer Beliebtheit ein überregionales Einzugsgebiet."

Wie viele Geburten werden es 2015 werden? "In jedem Fall wird die Zahl im Fünfhunderter-Bereich liegen. Und das hat es in den letzten zehn Jahren nicht mehr gegeben. Das ist eine tolle Leistung des Chefarztes Dr. Dodenhöft und des gesamten geburtshilflichen Teams", freut sich der Vorstand.

"Brauchen junge Familien"

Mit der Eröffnung einer neuen Entbindungsstation, da ist sich Emmerich sicher, habe das Krankenhaus ein Zeichen gesetzt, dass die Geburtshilfe am Standort langfristig erhalten bleibt. "Dazu brauchen wir junge Familien der Region, die sich bei Sorglos-Geburten für eine wohnortnahe Entbindung in persönlicher Atmosphäre entscheiden."

Der Ausblick? Ein Neugeborenes sei eines der einschneidendsten und schönsten Erlebnisse für junge Familien, schätzt der Vorstand. "Das St.-Anna-Krankenhaus ist dankbar dafür, werdende Eltern in dieser Lebensphase begleiten zu dürfen."
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