Künftig nur noch sieben

KJR-Vorsitzende Cornelia Bäuml hatte die Verkleinerung des Vorstands beantragt. Bild: gru
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
17.11.2015
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Eigentlich war "Flüchtlinge und asylsuchende Jugendliche" das große Thema bei der Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings. Doch auch über dessen Vorstand musste gesprochen werden. Genauer: über die Kopfzahl.

KJR-Vorsitzende Cornelia Bäuml hatte beantragt, die neun Sitze im Vorstand auf sieben zu reduzieren.Es sei schon bisher schwierig gewesen, Ehrenamtliche für eines dieser Ämter zu gewinnen. "Manchmal war bei Vorstandssitzungen sogar die Beschlussfähigkeit ein Problem." Dadurch sei der Ablauf in der Geschäftsstelle sehr beeinträchtigt und erschwert worden. 2016 sind Neuwahlen, und nach den Informationen von Cornelia Bäuml treten dann vier Mitglieder des Vorstands nicht mehr an.

Mit ihrem Antrag solle deshalb eine leichtere Vollbesetzung und die Beschlussfähigkeit erreicht werden. Bei nur zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung folgte die Versammlung im Saal des katholischen Jugendzentrums in Edelsfeld diesem Ansatz des Vorstands. Der setzt sich künftig nur noch aus sieben Mitgliedern zusammen.

"Große Herausforderung"

Tim Saborowski wies auf große Herausforderungen beim Thema der jugendlichen Flüchtlinge hin. Die Handzettel wurden aktualisiert und konnten mitgenommen werden. Landrat Richard Reisinger informierte über die Situation vor Ort: "Hilfe ist immer an allen Unterbringungsstellen gefragt." Im Frühjahr gibt es einen Infoabend zum Thema Flüchtlinge und Jugendarbeit. Der KJR werde Mittler und Unterstützer für diese Jugendarbeit sein.

Der Antrag der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe "Projekt fremdenfreundlich" wurde angenommen. Eine Arbeitshilfe ist vorhanden und ausbaubar., doch ist das Problem die Besetzung des Arbeitskreises. Der KJR-Vorstand sei dafür personell nicht gut genug ausgestattet, hieß es. Deshalb werden weitere Mitglieder gesucht. Es ist eine Fülle an Material vorhanden, um durch Werbung weitere Interessierte zu gewinnen.

Änderungen beim Rahmenvertrag des Kreisjugendrings mit dem Landkreis Amberg-Sulzbach wurden einstimmig angenommen. Die Geschäftsstelle wird - wenn Jugendhilfeausschuss und Kreistag zustimmen - personell erweitert. Die Taschengeldbörse AS mit Organisation, Abrechnung und Mittelbereitstellung wurde in den Vertrag aufgenommen.

Alles ohne Schulden

Einhellige Zustimmung gab es für die Jahresplanung 2016. Eine Berlin-Fahrt, eine Spielplatzrallye und ein Schottland-Jugendaustausch sind nur einige der vielen Veranstaltungen. Der Haushalt 2016 wurde ebenfalls durchgewunken. Er schließt mit 198 400 Euro im Einnahmen- und Ausgabenbereich ab. Schulden entstehen keine. Steigerungen sind bei der Taschengeldbörse, im Fördertopf bei der Flüchtlingshilfe und durch Tariferhöhungen für das Personal zu erwarten.

Der Entwurf zur Neufassung der Förderrichtlinien wurde mehrheitlich genehmigt und zur Überarbeitung von Formulierungen dem Landratsamt weitergegeben. Diskussionen über die Schiedsstelle und deren Unabhängigkeit werden kleinere Änderungen nach sich ziehen.

Zum Abschluss präsentierte Clarissa Falk die Jugend des Deutschen Alpenvereins, Sektion Sulzbach-Rosenberg. Der größte Verein in der Stadt hat drei altersbezogene Jugendgruppen. Flüchtlinge sollen auch hier mit einbezogen werden.
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