Kultusminister lehnt Übernahme von Industriemuseum ab
Spaenle will's nicht

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
21.01.2015
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Ein alter Traum des Kreistags: Der Freistaat übernimmt die Trägerschaft des Industrie- und Bergbaumuseums in Theuern und der Landkreis spart sich dadurch immense Lasten für Betrieb und Unterhalt. Schon mehrfach wurde dieser Vorschlag den Entscheidungsträgern in München unterbreitet, stets mit demselben Ergebnis: einer Ablehnung.

Diese Erfahrung machte jetzt auch der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl, der Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) am 21. August geschrieben hatte, um hier ein größeres Engagement des Freistaates anzumahnen und die Übernahme als Landesmuseum anzuregen. "Nicht befriedigend" nennt Strobl jetzt in einer Mitteilung die Antwort von Spaenle. Darin steht laut Strobl: "Die Staatsregierung hat ... 2012 ... beschlossen, dass der Freistaat künftig in jedem Regierungsbezirk mit jeweils einem Landesmuseum vertreten sein wird. Im ... Raum Ostbayern fiel die Entscheidung zugunsten des Porzellanikons in Selb/Hohenberg für Oberfranken und des Glasmuseums in Frauenau für Niederbayern, die sich seit Anfang des Jahres in staatlicher Trägerschaft befinden. In der Oberpfalz wird der Freistaat mit dem derzeit in Entstehung befindlichen Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg aufwendig repräsentiert sein. Vor dem Hintergrund dieser Entscheidung ist die Verstaatlichung weiterer Museen innerhalb der finanzpolitischen Vorgaben nicht darstellbar."

Strobl bedauert diese Haltung. Sei doch das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg eine Einrichtung für ganz Bayern. Strobl: "Die Oberpfalz besteht nun einmal nicht nur aus Regensburg."
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