Kundschaft muss wachsen

Viele Kommunen hätten gerne einen Regionalladen wie diesen - damit er gut wirtschaften kann, braucht er mehr Kundenfrequenz. Bild: Royer
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
04.02.2015
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Regionale Wertschöpfung und Direktvermarktung sind klar im Kommen. Wird das Ganze zusätzlich mit einer sozialen Komponente verbunden, sollten positive Effekte nicht ausbleiben. Im Rosenberger Ladl sind dieses Voraussetzungen gegeben, an einigen Stellschrauben muss aber noch gedreht werden

Groß waren Freude und Zuspruch bei der Eröffnung des Regionalladens "s'Ladl" im Juli in Rosenberg im sanierten Anwesen der historischen Kurzmühle. Das von Bürgermeister Michael Göth angestoßene Projekt basiert auf den Grundlagen nachhaltiger, regionaler Erzeugung und kundennaher Vermarktung.

Die Einrichtung in der Trägerschaft des Diakonischen Werkhofs bietet ein breites Spektrum an Waren aus der Region an, schwerpunktmäßig Lebensmittel, Heimatnähe und Nachhaltigkeit in der Erzeugung, kurze Wege zum Verbraucher, Frische und Qualität - damit punktet der neue Laden. Ein weiteres - soziales - Plus ist für die Diakonie die Möglichkeit, hier Menschen mit Handicap zu beschäftigen.

Euphorie ist weg

Nach einem halben Jahr des Betriebs informierte Werkhofleiter Reinhard Lautenschlager im Stadtrat über die bisherigen Erfahrungen mit dem Betrieb der neuen Einrichtung. Die Anfangseuphorie mit hoher Kundenfrequenz und guten Erlösen in den Monaten Juli und August, setzte sich in der Folgezeit nicht mehr so fort.

Erst im Dezember sei der Zuspruch wieder gestiegen, was natürlich mit dem Weihnachtsgeschäft und einem erweiterten Sortiment zusammenhänge. Unterm Strich betrachtet, wünsche sich der Werkhof noch mehr Frequenz, um solider wirtschaften zu können. "Wir freuen uns deshalb schon aufs Frühjahr, wo wir uns einen Hype mit Bauernhof-Eis erhoffen", ergänzte Lautenschlager.

Zwei Halbtagsstellen

Mit dem Ladl habe der Werkhof auch zwei Halbtagsstellen für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen geschaffen. "Deshalb ist es wichtig, dass wir dort immer wieder Beschäftigung generieren", unterstrich der Werkhofleiter die soziale Komponente. Finanziell werde das Geschäft in der ehemaligen Kurzmühle auch durch Spenden und Zuwendungen unterstützt, wofür Lautenschlager dankte. Abschließend betonte er die Wichtigkeit dieser Einrichtung, die benachteiligten Menschen hilft und die Bevölkerung mit Qualitätsprodukten aus der Heimat versorgt. Hierfür garantieren gegenwärtig 35 Produzenten mit einem umfangreichen - erst kürzlich um Bio-Lammfleisch erweiterten - Sortiment. Kunden, Unterstützer und Lieferanten animierte der Werkhofleiter, sich fürs Ladl weiter engagiert einzusetzen.

Bürgermeister Michael Göth und der Stadtrat machten im Anschluss deutlich, dass sie voll hinter dem Konzept des Regionalladens stehen. Sie forderten die Bevölkerung auf, das dortige Angebot rege zu nutzen.



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Weitere Informationen im Internet:

http://www.werkhof-ambergsulzbach.de
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