Landkreis Amberg-Sulzbach jetzt "Bildungsregion in Bayern"
Hohe Auszeichnung

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
23.10.2015
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Der Landkreis Amberg-Sulzbach ist ab sofort Bildungsregion in Bayern. Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich überreichte Landrat Richard Reisinger im Landratsamt Amberg-Sulzbach nun das offizielle Gütesiegel.

Der Startschuss für das Projekt fiel bereits im Januar 2014 beim ersten Dialogforum in Sulzbach-Rosenberg. Kurze Zeit später beteiligte sich auch die Stadt Amberg an dem Prozess. Nach fast zwei Jahren intensiver Arbeit, "Schulter an Schulter" mit der Stadt Amberg, wie es die Projektkoordinatorin des Landkreises, Julia Wolfsteiner, beschrieb, wurden nun alle Anstrengungen belohnt und dem Landkreis Amberg-Sulzbach sowie der Stadt Amberg der das Gütesiegel "Bildungsregion in Bayern" verliehen.

Für Landrat Richard Reisinger bedeutet diese Siegelvergabe jedoch erst den eigentlichen Aufbruch: "Wir werden uns bildungspolitisch sicher nicht ausruhen", bekräftigte der Landkreis-Chef.

Die Stadt und der Landkreis setzen ein positives Zeichen für die Bildung junger Menschen in der Region. "Dieses Engagement für die junge Generation wird mit dem Gütesiegel gewürdigt", betonte Staatssekretär Eisenreich bei der Veranstaltung. In der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach werden Vernetzung und Beteiligung der Bildungsakteure großgeschrieben, so der Staatssekretär in seiner Rede.

Ein zentrales Anliegen in der Stadt und im Landkreis sei es beispielsweise, sich dafür zu engagieren, dass die Jugendlichen passende Ausbildungsplätze vor Ort finden. Die Teilnahme an der Initiative "Bildungsregionen in Bayern" ist die konsequente Fortsetzung dieses Engagements, so Eisenreich. Als Beispiele für gelungene Projekte vor Ort nannte er:

die enge Zusammenarbeit der Kindertagesstätten St. Konrad und Luitpoldhöhe mit der Grundschule Ammersricht, die darauf abzielt, den Vorschulkindern und ihren Eltern einen gut begleiteten Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule zu ermöglichen;

das "Interkommunale Bündnis für Migration und Integration" der Stadt Amberg und des Landkreises Amberg-Sulzbach, das die Integrationschancen von Migranten in der Stadt und im Landkreis dauerhaft verbessern will. Im Rahmen des Bündnisses werden beispielsweise Projekte wie eine "Interkulturelle Woche", ein "Café International" oder die Einrichtung eines Dolmetscher-Pools durchgeführt.

Um das Qualitätssiegel "Bildungsregion in Bayern" zu erhalten, müssen fünf Handlungsfelder intensiv bearbeitet werden. So geht es darum:

1. Übergänge zwischen einzelnen Einrichtungen fließender zu gestalten, etwa von Kindergärten zu Schulen, von Schulen zu Unternehmen usw.,

2. schulische und außerschulische Bildungsangebote zu vernetzen,

3. jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu helfen,

4. die Bürgergesellschaft zu stärken und dazu auch z. B. die Schulen und die Jugendarbeit enger zu verbinden, und

5. die Herausforderungen des demografischen Wandels proaktiv zu gestalten.

Die Stadt Amberg und der Landkreis Amberg-Sulzbach haben zudem einen sechsten Arbeitskreis "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ins Leben gerufen. Dieser richtet den Blick auf die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft.

70 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte beteiligen sich an der Initiative des Bayerischen Bildungsministers und entwickeln sich zu Bildungsregionen. Sie bringen u. a. Kommunen, Jugendhilfe, Schulen und Vertreter der Wirtschaft vor Ort in Dialogforen zusammen, um die Qualität der Bildungsangebote für die jungen Menschen zu verbessern und ihnen Zukunftschancen zu eröffnen. In der Oberpfalz hatten bislang nur die Landkreise Cham, Tirschenreuth und Neumarkt das Gütesiegel erhalten.

Stadt und Landkreis haben ein gemeinsames Bildungsportal:

www.bildungsportal-as.de
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