Landkreis Amberg-Sulzbach vertieft seine Partnerschaft mit Argyll and Bute in Schottland
Besuch in den Highlands

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
27.10.2014
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Knapp 1900 Kilometer sind es vom Landkreis Amberg-Sulzbach aus in den schottischen District of Argyll and Bute. Seit mehr als 40 Jahren verbindet beide eine Partnerschaft, die aufgrund der Entfernung jedoch nur gelegentliche Austausche von Delegationen zulassen.

In diesem Sommer war es wieder einmal soweit und Landrat Richard Reisinger machte sich mit einer kleinen Delegation von Kreisräten und Verwaltungsmitarbeitern, darunter die Partnerschaftsbeauftragten Harald Herrle und Manfred Lehner, auf den Weg nach Schottland. Im Gepäck - neben Präsenten aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach für die schottischen Gastgeber - das Ziel, beim Treffen mit der dortigen District-Verwaltung den Kontakt zwischen den politischen Gremien und der Verwaltung aufzufrischen und nach Möglichkeit sogar noch weiter auszubauen.

Viele Gemeinsamkeiten

Die Herausforderungen, vor denen beide Regionen stehen, sind laut Dick Walsh, Sprecher des mit dem Kreistag vergleichbaren Councils, sehr ähnlich. Ländliche Strukturen, demografischer Wandel und erneuerbare Energien seien die Zukunftsfelder, so Walsh, hinzu komme die zunehmend schwierigere Organisation einer flächendeckenden Schulversorgung.

Deshalb sieht Sally Loudon, die Leiterin der Kreisverwaltung, in dem Austausch der Verwaltungsbehörden ein enormes Potenzial, voneinander zu lernen. Positive Beispiele könnten übernommen und möglicherweise gemeinsame EU-Projekte umgesetzt werden.

Landrat Richard Reisinger, der bei der Gelegenheit die Einladung für einen Gegenbesuch von offizieller Seite für das kommende Jahr aussprach, sieht vor allem einen Mehrwert in den Partnerschaften zwischen den Schulen, die künftig vertieft werden sollen. Entsprechende Gespräche wurden deshalb mit mehreren Schulen im schottischen Partnerdistrict geführt.

Reisinger, vor seiner Zeit als Amberg-Sulzbacher Landrat sowohl als Englisch-Lehrer am HCA-Gymnasium Sulzbach-Rosenberg mit seinen Schülern als auch privat mit anderen Gruppen auf Austausch auf der Insel Bute, sieht einige Anknüpfungspunkte bei den Landkreisschulen, wenngleich in Schottland der Deutschunterricht nicht mehr so stark nachgefragt wird, wie es in früheren Zeiten schon der Fall war.

Neue Partnerschaften

Aber auch Vereine und Verbände sollen künftig in die Aktivitäten der Partnerschaft einbezogen werden. Hierzu gab es ebenfalls Gespräche der Delegationsteilnehmer um Landrat Richard Reisinger mit den Schotten, um potenzielle Partner für Sportvereine, Musikgruppen, Feuerwehren und andere Organisationen zu finden. Die Besichtigung eines Wasserkraftwerkes und eines Marktes für Direktvermarkter rundeten den viertägigen Besuch der Delegation aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach im Partnerdistrict of Argyll and Bute ab.

"Schottland ist immer eine Reise wert" lautete das Fazit der Delegation, die sich wünscht, dass die Partnerschaft in beiden Regionen noch mehr in den Köpfen der Bevölkerung verankert wird und sich beide Seiten künftig noch stärker bei der Initiierung von Aktivitäten auf allen Ebenen engagieren, auch wenn den Landkreis Amberg-Sulzbach und den District of Argyll and Bute knapp 1900 Kilometer trennen.
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