Landtagsabgeordneter Harald Schwartz trifft in Moskau russische Experten für Wirtschafts- und ...
Gespräche ohne jede Kriegsrhetorik

Dr. Harald Schwartz spricht heute in Moskau bei einem deutsch-russischen Dialogforum. Bild: Huber
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
16.02.2015
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Für den CSU-Landtagsabgeordneten Harald Schwartz ist es "einer der interessantesten politischen Termine" seiner bisherigen Laufbahn: Er spricht heute in Moskau bei einer deutsch-russischen Fachtagung zu Fragen der Wirtschafts- und Währungspolitik. Der Kümmersbrucker beleuchtet das Thema "Währungsstabilität und Inflation als Faktoren der sozialen Sicherheit" aus deutscher Sicht. Die russische Perspektive dazu stellt Oxana Dmitriewa dar, als Duma-Abgeordnete im Ausschuss für Finanzpolitik aktiv.

Schwartz hat laut Pressemitteilung gerade in der aktuell angespannten Situation der internationalen Beziehungen die Einladung nach Moskau gerne angenommen: "Ich halte die Krise zwischen Europa und Russland für gefährlich. Trotz der Spannungen zwischen der Europäischen Union beziehungsweise der Nato und Russland ist es unsere Aufgabe als Politiker, den Gesprächsfaden zu jeder Zeit aufrechtzuerhalten. Eine Kriegsrhetorik dürfen wir dabei nicht aufkommen lassen. Vielmehr sollten wir versuchen, uns auf unsere gemeinsamen Interessen zu besinnen."

Schwartz repräsentiert in Moskau auch den bayerischen Landtag. Und er hat schon am Sonntag bei der Ankunft auf dem Flughafen Domodedowo einen alten Bekannten getroffen: Dr. Markus Ehm, den Leiter der Verbindungsstelle Moskau der Hanns-Seidel-Stiftung. Der gebürtige Sulzbach-Rosenberger war 2003 Nachfolger von Schwartz als Kreisvorsitzender der Jungen Union.

Die Hanns-Seidel-Stiftung hat die Fachtagung im Hotel National initiiert, die neben den Wirtschafts- und Finanzfragen auch aktuelle außenpolitische Entwicklungen im Zusammenhang mit der Ukrainekrise behandeln soll. So steht für die Teilnehmer unter anderem ein Treffen mit dem deutschen Botschafter in der russischen Föderation, Rüdiger von Fritsch, oder dem früheren russischen Wirtschaftsminister Andrej Netschaew auf der Tagesordnung. Die Lage in der Ukraine oder die deutsch-russischen Spannungen stehen am Dienstag im Mittelpunkt, wenn Andrej Klimow, der stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, und der Vorsitzende der Jabloko-Partei, Sergej Mitrochin, die Gesprächspartner sind.

"Richtige Signale senden"

Insbesondere im Bereich der Währungsstabilität sieht Schwartz als Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Landtags dabei einen wichtigen Bereich: "Von herausragender Bedeutung ist nach wie vor die Wirtschaftskooperation, die ebenso wie die russische Währung von der Sanktionspolitik gegenüber Russland stark betroffen ist. Wirtschaftliche Entwicklung und Währungsstabilität sind jedoch ein wichtiger Anker für soziale Sicherheit und gesellschaftlichen Frieden. Daher müssen wir uns hier an einen Tisch setzen und die richtigen Signale an unsere russischen Kollegen senden." In diese Richtung werde auch sein Redebeitrag zielen.
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