Lebensentwürfe der Senioren aktiver und individueller
Im Alter immer "knackiger"

Mit ihren Darbietungen (hier der Tanz "Titanic") ernteten die Schülerinnen der Ballettschule Rommy Guttenberger begeisterten Beifall. Bilder: rlö (3)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
29.09.2014
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Die Lebensentwürfe der Senioren sind heute so individuell und aktiv wie nie zuvor, ihr Potenzial an Lebens- und Berufserfahrung ist für die Gemeinschaft unverzichtbar. Bester Beweis dafür ist die beliebte Senioren-Aktionswoche. Zum Abschluss warteten noch einige Überraschungen.

(rlö) "Aktiv in der Gesellschaft" - diesem Motto wurde die 21. Sulzbach-Rosenberger Senioren-Aktionswoche wieder vollauf gerecht: Nahezu 700 Interessenten nahmen das Veranstaltungsangebot war und bewiesen damit, dass sie längst nicht zum "alten Eisen" gehören, sondern agil und vielseitig interessiert noch mitten im Leben stehen. Mit einem bunten Nachmittag klang die Aktionswoche im Saal des Kettelerhauses aus.

Auf Senioren angewiesen

Bereits in seiner Würdigung zur Senioren-Aktionswoche hatte Bürgermeister Michael Göth auf den Stellenwert der älteren Generation in der Gesellschaft verwiesen: Angesichts der zunehmenden Schnelllebigkeit und der steigenden Belastungen im beruflichen wie privaten Alltag sei man immer mehr auf die Hilfe und das Engagement von Senioren angewiesen.

Nach dem schwungvollen musikalischen Auftakt mit der "Schlossbergmusi" dankte der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Stefan Kummer, im vollen Kettelerhaus-Saal. Sein Dank galt namentlich dem städtischen Seniorenbeauftragten Holger Fleck, seinen Mitarbeitern im Seniorenbeirat, Brigitte Riederer als Leiterin der ökumenischen Sozialstation und allen weiteren Gönnern und Unterstützern: "Ihre Mithilfe hat auch die 21. Aktionswoche zu einem vollen Erfolg werden lassen!"

Den dritten Lebensabschnitt sinnvoll und aktiv zu gestalten und dabei geistig und körperlich fit zu bleiben - dieses wichtige Anliegen versuchte die Senioren-Aktionswoche wieder mit einem vielfältigen Programm zu vermitteln.

Viele Themen

Interessante Vortragsthemen, unter anderem zu gesundheitlichen Problemen, vereinten sich mit Tagesausflug, Brainwalking im Stadtpark, Mundartnachmittag, Begegnung mit der Computerwelt und ökumenischem Gottesdienst zu einem Angebot, das viele Senioren ansprach. Seniorenbeauftragter Holger Fleck ermunterte die Senioren, Ja zu sagen zum eigenverantwortlichen Leben und sich den rasanten Veränderungen in Umwelt und Gesellschaft nicht zu verschließen.

Es heiße zwar "im Alter wird man immer knackiger, mal knackt's hier, mal da", aber die Begeisterung, mit der fast 700 Senioren an der Aktionswoche teilnahmen, zeige, dass man sich trotz mancher Zipperlein nicht zum alten Eisen zähle. "Wir alle vom Aktionskreis können wieder stolz sein auf diese Woche!"

Bergmänner auf der Bühne

Für blendende Unterhaltung sorgte beim Abschlussnachmittag auch die Ballettschule Rommy Guttenberger, deren Tanzgruppen, die mit ihren Darbietungen (Pinocchio, Bairischer Tanz, "Untergang der Titanic", Blumentanz, Circus und Twist) das Publikum begeisterten.

Großen Beifall gab es auch für den "Bergmannstanz" der Sulzbach-Rosenberger Bergleute, die auf der Bühne mit Grubenlichtern, Schlägel und Eisen das einstige Grubenwesen wieder zum Leben erweckten. Beim Bergmannslied "Glückauf, der Steiger kommt" erhoben sich alle von den Plätzen und erwiesen der stolzen Tradition der Knappen ihre Reverenz. Mit einer reich bestückten Tombola, arrangiert von der 2. Vorsitzenden des Seniorenbeirats, Gerda Meister, klang der gemütliche Nachmittag aus. Die Verantwortlichen jedoch stecken bereits in der Vorbereitungsarbeit zur nächsten Senioren-Aktionswoche. Denn: Wer rastet, der rostet!
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