Licht aus um halb drei

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
19.06.2015
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Die ganze Welt hängt am Draht. An der Stromleitung, genauer gesagt. Das bewies am Mittwochnachmittag bis in den Abend hinein ein großflächiger Ausfall: Ein Multi-Fehler legte große Teile des Stadtgebietes, besonders in Rosenberg, energietechnisch lahm. Kein Saft, kein Licht, keine Ampeln. Erst um 23.18 Uhr flossen die Ampère wieder flächendeckend.

In Sulzbach flackerten die Lichter nur kurz, aber schon im LCC sah es anders aus: Stromausfall in weiten Teilen. Computer streikten, Lampen gingen aus. An den Ampelkreuzungen gab es, wie oft in solchen Situationen, einige Beinahe-Zusammenstöße.

Reparatur mit Volldampf

Am Abend beschrieb es der neue Energieversorger N-Ergie in einer Pressemitteilung so: "Um 14.23 Uhr kam es im Stadtgebiet zu einem Stromausfall im Mittelspannungsnetz. Betroffen waren ein Teil des östlichen Stadtgebiets nördlich der Staatsstraße 2040 sowie das Industriegebiet Eisenhämmerstraße. Durch aufwendige Umschaltmaßnahmen konnten das Industriegebiet bereits um 16.16 Uhr, ein Großteil der Anwohner um 18.13 Uhr wieder versorgt werden." Und Stress kam natürlich auch auf: "Die Mitarbeiter der Main-Donau-Netzgesellschaft arbeiten mit Hochdruck daran, die Störung zu beheben."

Das taten sie wirklich: Die ganze Nacht ging es rund bei der N-Ergie-Tochter-Firma, am Donnerstag vormittag standen die Ursachen fest - es waren gleich drei: Zwei 20-KV-Mittelspannungskabel und ein Trafo hatten gleichzeitig den Geist aufgegeben.

Warum alle miteinander, das weiß zur Zeit noch keiner. Zumindest das Kabel in der Oberen Gartenstraße wies Beschädigungen auf, die beiden anderen Fehler im Industriegebiet Eisenhämmerstraße werden von den Experten noch analysiert. Auch die Gesamtschadenshöhe ist noch nicht bekannt, da die Reparaturarbeiten noch laufen. "Hochkomplexe Schaltungen", erklärte die N-Ergie-Pressesprecherin der SRZ, hätten in der Netzzentrale Nürnberg die Versorgung schnell gesichert, so dass Industriegebiet und Rosenberg bald wieder Strom erhielten.

Not-Aggregate laufen

Die Außenbereiche kamen später hinzu, dort dauerte es teilweise bis 23.18 Uhr. Die Einspeisung einer großen Photovoltaik-Anlage war gestern bis Redaktionsschluss als letzte "Baustelle" noch nicht in Betrieb. Teils laufen noch immer Not-Aggregate an den Trafohäuschen. Sie haben eine spannende Aufgabe.
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