Lieferant für namhafte Kunden

Wir haben in etwa alle zusammen angefangen, in einer Zeit, in der es noch keine Handys und Tablets gab und das Telefon noch eine Wahlscheibe hatte.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
07.07.2015
65
0

Was haben der Airbus 350, Mercedes-Luxusmodelle und Miele-Waschmaschinen miteinander zu tun? Sie alle sind mit Federn, Dämpfern oder Kolbenstangen ausgerüstet, die in der Suspa gefertigt und montiert werden. Das Werk in der Eisenhämmerstraße besteht seit 25 Jahren.

Angesichts der Temperaturen in der Halle B brachte es Landrat Richard Reisinger wieder einmal auf den Punkt: "Der Eisschrank erfreut sich heute größerer Beliebtheit als das Rednerpult", begründete er die Kürze seines Grußworts, nicht ohne dem Unternehmen zu gratulieren und zu versichern: "Firmen wie Sie sind ein Glücksfall für die Region!"

"Was der Papa macht in der Firma", das sollten die Kinder der Mitarbeiter einmal an Ort und Stelle erfahren: So drückte es Thomas Peuker aus, einer der drei Suspa-Geschäftsführer. Eingeladen zum Firmenjubiläum am Wochenende waren deshalb nicht nur die Mitarbeiter der Standorte Sulzbach-Rosenberg, Altdorf und dem tschechischen Bor, sondern auch ihre Angehörigen. Musikalisch begleitete das Hirschbachtaler Trio die Feier.

"Wir haben in etwa alle zusammen angefangen", sprach Peuker einige Nachbarn an, die sich ebenfalls in den 1990er-Jahren in der Eisenhämmerstraße ansiedelten: "In einer Zeit, in der es noch keine Handys und Tablets gab und das Telefon noch eine Wählscheibe hatte." Nach dem Aus der Maxhütte sei es eine kluge Entscheidung des Stadtrats um Bürgermeister Gerd Geismann gewesen, durch ein Förderprogramm neue Arbeitsplätze entstehen zu lassen.

Inzwischen 500 Mitarbeiter

Heute sei die Suspa mit 500 Mitarbeitern in Sulzbach-Rosenberg ein großer Arbeitgeber der Region und unterhalte weitere Standorte sowie Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Die Bewältigung problematischer Zeiten, geringe Fluktuation, Ausbildung in verschiedenen Berufen und die Produktion von 55 Millionen Teilen in 25 Jahren wertete er als Indizien für ein erfolgreiches Unternehmen.

Die Produktion der Stammfirma habe 1951 mit Federungstechnik begonnen. Es folgten Dämpfungssysteme für Waschmaschinen und schließlich die Gasdruckfedern. Sie seien das Hauptprodukt in vielen Varianten. In jüngerer Zeit entwickle sich die Firma jedoch immer mehr zu einem Systemanbieter insbesondere für die Automobilindustrie.

Dr. Ernst Reichmayr, Suspa-Gesellschafter aus Österreich, verzichtete angesichts hoher Temperaturen und ungeduldiger Kinder in der Halle auf sein mehrseitiges Redekonzept. Er beließ es dabei, der mit 25 Jahren erwachsen gewordenen Suspa eine glückliche Zukunft zu wünschen. Ähnlich hielt es Bürgermeister Michael Göth, der zum Jubiläum ein Erinnerungsgeschenk überreichte.

Beim anschließenden Rundgang durch die Betriebshallen stellten Geschäftsführer Peuker und Betriebsleiter Walter den Gästen die Produktions- und Montageabläufe vor.

Von Feuerwehr erfrischt

Während der offiziellen Feier liefen draußen die Vorbereitungen für ein wahres Volksfest. Der Ochs brutzelte am Spieß; Freibier, Wasser, Kaffee und Kuchen wurden angeboten, dazu Pizza, Steaks und Bratwürste. Der Clown Josef Fertsch ließ sich von den Kindern bestaunen, die Feuerwehr spendierte mit einer Wasserspritze erfrischende Duschen, und Bobbycars rollten über das Gelände. Luftballons stiegen auf, um für ihre Besitzer Preise einzufliegen. Für den Nachmittag war weitere Unterhaltung angekündigt, unter anderem ein Auftritt der Tanzgruppe Magic Shoes.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8669)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.