Linke-Kreisvorsitzende Heidi Kaschner kritisiert Stationierungspläne und Übungen der US-Armee ...
Kriegsspiele in der Region "nicht tragbar"

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
31.08.2015
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Die andauernden Übungen und weiteren Stationierungspläne der US-Armee kritisiert Heidi Kaschner, Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstandes und Vorsitzende des Kreisverbandes Mittlere Oberpfalz der Partei Die Linke. Anlass dazu ist für sie der Absturz der F 16 bei Engelmannsreuth.

Dessen Ursache sei auch nach zwei Wochen "noch nicht bekannt und es ist fraglich, ob diese selbst nach Aufklärung veröffentlicht werden", wird Kaschner in einer Pressemitteilung der Linken zitiert: "Besonders besorgniserregend ist, dass vor dem Absturz zwei Kampfjets über dem atomaren Zwischenlager in Mitterteich kreisten."

Die militärische Aufrüstung der Region gehe trotzdem unvermindert weiter, beklagt die Politikerin. Auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels laufe eine internationale Übung mit 1500 Soldaten, von denen danach "33 ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Weitere Manöver sind bereits angekündigt". Die US-Armee beschließe außerdem, "einige ihrer modernsten Kampfjets F 22 nach Europa zu verlegen". Zu Einsatzorten, Zeitpunkt der Stationierung und Zahl der Jets sei allerdings nichts gesagt worden. "Als einer der größten amerikanischen Übungsplätze in Europa ist eine Stationierung zumindest einiger Jets in Grafenwöhr aber wahrscheinlich", mutmaßt Kaschner. "Damit wird die Region immer mehr zu einem Aufmarschgebiet für die NATO-Staaten. Die Bevölkerung muss sowohl erhöhte Belastungen im Straßenverkehr als auch starke Lärmbelästigungen durch verstärkte Flugbewegungen und vor allem durch Schießlärm hinnehmen."

Diese andauernden Übungen hält Kaschner "für die Bevölkerung nicht mehr tragbar: Sie dienen dem Durchspielen von Kriegsszenarien in Osteuropa und zum weiteren Aufbau einer Drohkulisse bis zur Eskalation. Ich rufe alle beteiligten Politiker dazu auf, dass sie sich für einen Stopp der Übungen einsetzen, zum Wohle der örtlichen Bevölkerung und zur Befriedung des Ukraine-Konfliktes".
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