Literaturhaus widmet dem Autor und Schauspieler Martin Sperr eine Ausstellung
Noch immer auf den Spielplänen

Die Vielschichtigkeit des Autors und Menschen Martin Sperr zeigt eine Ausstellung im Literaturhaus Oberpfalz. Bild: Ibab Kunkel
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
09.10.2015
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Den Namen "Was zu verändern ist" trägt eine Ausstellung über das Leben und Werk von Martin Sperr (1944 - 2002) im Literaturhaus Oberpfalz. Zur Eröffnung mit Christian Muggenthaler (Kurator) und Christoph Nußbaumeder (Theaterautor) wird am Mittwoch, 14. Oktober, um 20 Uhr eingeladen. Danach bleibt sie bis zum 31. Januar 2016 zu sehen.

In einer Pressemitteilung des Literaturhauses heißt es: "Martin Sperr: ein Autor, der große Volkstheaterstücke in der Tradition von Marieluise Fleißer und Ödön von Horvath schrieb. Seine ,Jagdszenen aus Niederbayern', für die er ebenso gefeiert wie angefeindet wurde, stehen nach wie vor auf den Theaterspielplänen. Ein großer Schauspieler, der neben Ruth Drexel zu den Gründern des Münchner Volkstheaters gehörte. Ein Mann, der sich mit 27 Jahren nach einer Gehirnblutung zurück ins Leben kämpfte. Ein Mensch, der von allen, die ihn kannten, als besonders guter Freund gerühmt wird. Viele Bühnenrollen, viele Privatrollen: Sohn, Vater, Ehemann."

In "Theater heute" schrieb Martin Sperr 1967: "Ich persönlich will nicht zeigen, was gut oder schlecht ist an unserer Zeit, beziehungsweise - da Theater um Menschen geht - an unserer Gesellschaft, sondern was zu verändern ist, was man verändern muss und kann."

Mit der Ausstellung solle die ganze Vielschichtigkeit des Autors und Menschen Martin Sperr gezeigt werden. Sie umfasst Fotos, Manuskripte und Briefe aus dem Nachlass Martin Sperrs, den dessen Tochter Felicitas Sperr-Burger verwaltet. Eine Fotoserie von Joseph Gallus Rittenberg zeigt die vielen Gesichter des Schauspielers Martin Sperr.

Zur Eröffnung sprechen Christian Muggenthaler, Ausstellungskurator, und der Theaterautor Christoph Nußbaumeder, als Vertreter des modernen Volkstheaters ein Nachfolger Martin Sperrs, dessen Stück "Das Fleischwerk". Es wird in diesem Herbst am Staatstheater Nürnberg aufgeführt.
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