Logistische Herausforderung: Sanierung der Pestalozzischule in vier Bauabschnitten bei ...
Lernen auf modernstem Niveau

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
04.12.2015
8
0
Mit dem ersten symbolischen Spatenstich Ende Juli 2011 fiel der Startschuss für die Generalsanierung der Pestalozzischule in Sulzbach-Rosenberg. Vier Bauabschnitte später sind die Sanierungsmaßnahmen, die im laufendem Schulbetrieb erfolgten, nun abgeschlossen.

Am 4. Dezember erfolgt um 11 Uhr die Einweihung der "neuen" Pestalozzischule im Rahmen eines offiziellen Festakts. Von 12 bis 14 Uhr kann sich im Anschluss die interessierte Öffentlichkeit ein Bild von der gelungenen Generalsanierung der Schule machen. Die Gäste erwartet ein buntes Programm, das die Klassen mit ihren Lehrern auf die Beine gestellt haben.

Rund vier Jahre dauerte die Generalsanierung. Die einzelnen Bauabschnitte erforderten eine komplette Räumung und Umlagerung des jeweils betroffenen Sanierungsbereichs.

Organisatorische Herausforderung

In enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung um Direktor Alfred Steindl, die höchste Flexibilität und Kompromissbereitschaft angesichts der Umbau-Zwänge bewies, wurden einzelne Schulklassen umgelagert. Dabei konnte auf eine Ausquartierung in andere Schulen und auch auf teure Containerlösungen verzichtet werden.

Im ersten Bauabschnitt von 2011 bis 2012 wurde die erste Hälfte des Westbaus saniert, wobei auch die Hausmeisterwohnung und der nördliche Sanitärtrakt abgerissen wurden. Im zweiten Bauabschnitt von 2012 bis 2013 erfolgten dann die Sanierung der zweiten Hälfte des Westbaus sowie die Neugestaltung des Lehrerparkplatzes.

Im dritten Bauabschnitt von 2013 bis 2014 war die erste Hälfte des Ostbaus von den Sanierungsmaßnahmen betroffen, ebenso die Pausenhalle. Im vierten und letzten Bauabschnitt von 2014 bis 2015 erfolgten dann die Sanierung der zweiten Hälfte des Ostbaus sowie der Abbruch des Verwaltungstrakts. Weiterhin wurden der Pausenhof und die Freianlagen neu gestaltet.

Die Planer legten großen Wert darauf, dass für lärmintensive und massiv störende Bauarbeiten die Ferienzeiten genutzt wurden. Sämtliche Bauabschnitte wurden termingerecht fertiggestellt. Bestimmte fertige Klassenräume wurden für die von der Sanierung betroffenen Nutzungen umgewidmet. Auch die Pausenhalle wurde mit Leichtbauwänden provisorisch für EDV-Räume und Mittagsbetreuung genutzt.

Neben dem Gebäudeabbruch mit der Hausmeisterwohnung und einem Verbindungsflur mit WC-Anlage sowie des Verwaltungstraktes erfolgten der Neubau eines Treppenhauses am Westbau, eines Verbindungsganges zwischen Pausenhalle und Westbau sowie die Verlagerung der Verwaltung in den Ostbau.

Im Zuge der Generalsanierung der vorhandenen Bausubstanz erfolgten der Einbau neuer Fensterelemente im gesamten Gebäude, die Montage von Raffstore-Anlagen als Sonnenschutz, Wärmedämm- und Malerarbeiten an der Fassade sowie Abdicht- und Isolierarbeiten im Kellerbereich. Außerdem mussten erledigt werden: Erneuerung der Dacheindeckung und der Spenglerarbeiten, der Elektroinstallation, der Heizung, Automatisierung der Anlage und Erneuerung der Bodenbeläge einschließlich Estrich.

Neu sind auch Wandbeläge, Sanitärausstattung und -installation sowie die Ausstattung unter Berücksichtigung der Wiederverwendung brauchbarer und intakter Gegenstände.

Zudem wurden Energiesparleuchten und Akustikdecken eingebaut und die Wärmedämmung über der obersten Decke verbessert. Des Weiteren erfolgte die Ertüchtigung des Brandschutzes mit dem Einbau einer flächendeckenden Brandmeldeanlage

Was den Außenbereich der Schule betrifft, wurden die Freianlagen für eine kindgerechte Pausenhofnutzung unter Federführung von Landschaftsarchitekt Manfred Neidl aus Sulzbach-Rosenberg neu gestaltet. Er legte Wert auf den Höhenversatz der beiden Schulhofebenen. Ein kleiner Spielbereich fand ebenso Eingang in den Pausenhof wie ein Spielhäuschen. Es wurde zudem auf die Schaffung von ausreichend Sitzbereichen im Innenhof und Eingangsbereich geachtet.

Spiele im Hof

Des weiteren wurden für die Schüler bespielbare Belagstellen für Mühle und Schach angelegt. Der gerodete Ahorn wurde durch zwei Bäume in der Hofmitte ersetzt. Des Weiteren wurden zwei Garagen mit abgeschlossenen Teilbereichen für Traktor, Müll und Fahrradunterstand realisiert. Der umbaute Raum der Schule beläuft sich auf 24 000 Kubikmeter, die Hauptnutzfläche der Schule nach der Sanierung 2849 Quadratmeter. Als Planer und Architekten fungierten Josef Spichtinger und Alfred Popp vom Architektenbüro Popp aus Schwandorf.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme wurden mit 8,25 Millionen Euro brutto berechnet und zur Förderung beantragt. Nach dem vorliegenden Förderbescheid der Regierung der Oberpfalz werden ca. fünf Millionen bezuschusst aus dem FAG-Förderprogramm des Freistaats Bayern.
Weitere Beiträge zu den Themen: Dezember 2015 (2649)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.