Mal eine aufs Dach geben

Es bedarf vieler kleiner Initiativen, um bei der Energieeinsparung oder beim Einsatz von regenerativen Energien den richtigen Pfad zu beschreiten. Klimaschutzmanager Vincent Clarke freut sich über die neue Kampagne zur Eigenstromerzeugung, die landkreisweit greifen soll. Bild: Royer
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
06.07.2015
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Klimawandel und Atomausstieg verlangen ein Umdenken beim Energieverbrauch. Kommunen reagieren darauf verschieden. Klimaschutzmanager nahmen die Arbeit auf. Vincent Clarke ließ bereits mit dem Tausch der Heizungspumpen aufhorchen. Jetzt stellt sich die Herzogstadt hinter eine neue Aktion.

Wie der Experte im Pressegespräch deutlich machte, setzten sich die drei Klimaschutzmanager im Landkreis weiter für den Ausbau der erneuerbaren Energien ein. "Deshalb haben wir landkreisweit die Photovoltaik-Eigenverbrauchs-Initiative gestartet, bei der eng mit den lokalen Fachfirmen zusammengearbeitet wird", erläutert Clarke.

Beim Eigenverbrauch, erklärt er weiter, wird der Solarstrom direkt im Haushalt verbraucht. Nur der nicht im eigenen Haus benötigte Stromanteil wird ins öffentliche Netz eingespeist. Für diesen Anteil erhält der Nutzer eine Vergütung gemäß dem "Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)". Vincent Clarke führt weiter an, dass sich darüber hinaus durch die Verwendung von Speichern der Eigenverbrauch von etwa 25 auf über 65 Prozent steigern lässt. Dabei sinke die Stromrechnung deutlich.

Die Aktion arbeite mit PV-Modulen in der Größe von fünf kWp. Als Ziel schwebe die Erzeugung von einem MWp durch neue Anlagen im Landkreis vor. Der Klimaschutzmanager unterstreicht, dass sich durch den Einsatz von Photovoltaik 30 Prozent des im Haushalt genutzten Stromes erzeugen lassen. "Der Einsatz rechnet sich relativ schnell, oft schon unter zehn Jahren. Die positiven Effekte wirken aber schon ab der Inbetriebnahme", betont der Fachmann.

Eigener Beitrag

Auch Landrat Richard Reisinger macht sich für die Photovoltaik-Eigenverbrauchs-Initiative stark. Er verweist auf das erklärte Ziel des Landkreises, bis zum Jahr 2035 rund 60 Prozent des CO2 -Ausstoßes einzusparen. Deshalb hätten die Klimaschutzmanager und die örtlichen Solar-Installationsbetriebe diese Initiative ins Leben gerufen, mit der die Bürger direkt angesprochen werden sollen.

"Wir wollen Sie motivieren, sich mit dem Thema Photovoltaik und Strom-Eigenverbrauch intensiv auseinanderzusetzen", unterstreicht Reisinger. Es lohne sich nach wie vor, PV-Anlagen auf dem eigenen Dach zu installieren. Dazu liefern die Fachfirmen ein Angebot für den jeweiligen persönlichen Bedarf. Von den Klimaschutzmanagern käme dazu die begleitende unabhängige Unterstützung für die Bürger.

Mehr Kontakt

Nach der Auffassung des Landrats könne hier jeder Beteiligte einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende leisten. Vincent Clarke hakt hier ein, in dem er sich noch mehr Kontakt mit den Bürgern wünscht: "Die Menschen sollten noch verstärkter auf uns zugehen. In Sachen Klimaschutz helfen wir immer gerne weiter."
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