Mammut-Programm in Museen

Die komplette 12. Jahrgangsstufe des Forchheimer Herder-Gymnasiums machte Station in Sulzbach-Rosenberg.Die knapp 100 Schüler sahen sich Literaturarchiv, Stadtmuseum, Schulmuseum und ehemalige Synagoge an. Pro Station hatten sie jeweils 90 Minuten Zeit. Bilder: hfz (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
06.02.2015
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Alleinstellungsmerkmale und Schmuckstücke üben eine besondere Anziehungskraft aus. So ist es nicht verwunderlich, dass Einrichtungen wie Synagoge, Literaturarchiv oder Schulmuseum in der Region einen guten Ruf genießen. Von den "kulturellen Pfunden" ließ sich jetzt ein ganzer Abitur-Jahrgang anlocken.

Die vielfältigen Kultureinrichtungen der Herzogstadt werden inzwischen auch überregional wahrgenommen. So war in Sulzbach-Rosenberg die komplette Q 12 des Herder-Gymnasiums Forchheim, knapp 100 Schüler mit acht Lehrern, zu Gast. Aufgeteilt in vier Gruppen absolvierten die Schüler in einer Art Bildungs-Zirkeltraining die Stationen Literaturarchiv, Stadtmuseum, Schulmuseum und ehemalige Synagoge. Jeweils 90 Minuten hatten Mitarbeiter in den Einrichtungen Zeit, die Besonderheiten nahezubringen.

Berühmte Autoren

Die Nachlässe berühmter Autoren, Exponate aus der Montan-Vergangenheit der Stadt, die alten Klassenzimmer oder die vorbildlich restaurierte Synagoge - alle Anlaufpunkte stießen bei den angehenden Abiturienten auf großes Interesse. Als Gemeinsamkeit zwischen beiden Städten entpuppte sich das Annafest, das jeweils in der letzten Juliwoche gefeiert wird. Die Schüler engagierten sich und waren trotz des Mammut-Programms ganz bei der Sache. Auch für die Einrichtungen in Sulzbach-Rosenberg war diese Art von geballter Wissensvermittlung ein Novum, bei deren Verwirklichung alle Verantwortlichen gerne beitrugen.

Die Forchheimer Lehrerin Susanne Raabe, Fachbetreuerin für Deutsch, hatte die Exkursion angestoßen und organisiert. Das Literaturarchiv hatte sie bereits während ihrer Studienzeit kennengelernt. Von den anderen Sehenswürdigkeiten überzeugte sie sich bei einem Besuch im Sommer: "Sulzbach-Rosenberg ist in kultureller Hinsicht ein wahres Schatzkästlein." Raabe war wichtig, bei den Schülern ein vernetztes Denken zu fördern, das über den Tellerrand der Fachgebiete hinausgeht. Und so konnten die Forchheimer erfahren, welche zum Teil auch überregionale Bedeutung in Sulzbach-Rosenberg die Montanindustrie, die ehemalige jüdische Geschichte mit dem Druckereiwesen, moderne Literatur und die Schulbildung hatten und haben.

Wiederholung möglich

Wenn es nach Raabe geht, war diese Exkursion keine Eintagsfliege. Sie könnte sich vorstellen, dass sich diese Veranstaltung für ihre Schule zu einer kleinen Tradition entwickelt.
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