Maria Boßle ganz zielsicher

Die Runde der Sieger mit (hinten von links) Werner Fischer, Reinhold Brandl, Karl-Heinz Herbst, Thomas Stubenvoll, Joachim Bender, Dr. Thomas Steiner und Bürgermeister Michael Göth; (sitzend von links) Bettina Moser, Marga Klameth, Maria Boßle und Yvonne Rösel. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
26.09.2014
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Es ist natürlich nicht alltäglich, dass Stadträte zum Gewehr greifen. Aber einmal im Jahr steht für sie ein Vergleichsschießen am Eichelberg an. Was früher als reine Männerdomäne galt, ist längst auch für das "schwache Geschlecht" ein Feld für Triumphe.

Zum 17. Stadtratsschießen luden die Zimmerstutzen-Schützen ein, und 13 Teilnehmer folgten dem Ruf ins Schützenheim am Eichelberg. Maria Boßle hatte die ruhigste Hand, bzw. das klarste Auge und traf mitten ins Ziel, sprich auf die Stadtratsscheibe. Sie wird darauf nun bildlich "verewigt".

Schützenmeister Reinhold Brandl wies darauf hin, dass dieses Schießen bereits zum 17. Mal stattfindet. Wie immer hatten die Schützen zunächst zu einem Abendessen geladen, das kräftigen Zuspruch fand. Gleich danach rief Organisator Werner Fischer die Gäste an den Schießstand. Zunächst wurden nach dem Probeschießen zehn Schuss auf Ringwertung gemacht. Schon hier zeigte Maria Boßle ihr Talent und legte 89 uneinholbare Ringe vor. Mit 84 Ringen folgte aber schon Bürgermeister Michael Göth vor Dr. Thomas Steiner.

Spannung gesteigert

Die zehn Besten traten zum Finalschießen an. Erstmals wurden die Ergebnisse auf einer Leinwand für alle sichtbar angezeigt, was die Spannung erheblich steigerte. Es siegte Dr. Thomas Steiner mit einer Gesamtpunktzahl von 141,3. Auf dem zweiten Platz folgte Achim Bender mit 130,9, vor Maria Boßle mit 111,3 Punkten. Es folgte der Höhepunkt des Abends, das Schießen um die Stadtratsscheibe: Gewertet wurde hier auf Tiefschuss, dem sogenannten "Blattl". Dabei wird auf den Hundertstel-Millimeter genau elektronisch ausgemessen, wie weit der Treffer aus der Mitte liegt.

Mit einem 48,3-Teiler konnte hier niemand Maria Boßle besiegen. Erst mit einem 80,4-Teiler rückte Marga Klameth auf Platz zwei. Bürgermeister Michael Göth wurde mit 93,7-Teiler noch Dritter. Die zehn besten Schützen durften sich Preise aussuchen, gestellt von der ZSG 1893. Die ersten fünf Sieger erhielten noch sehr schöne Urkunden (gefertigt von Werner Fischer), die ersten drei sogar Medaillen. Nach der Ehrung dankte Göth für die Einladung und den Helfern. Allen hat es riesigen Spaß gemacht und die Räte freuen sich schon auf das 18. Stadtratsschießen.
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