Maßgefertigt für den Nachbarn

Sie freuten sich beim Richtfest über den guten Baufortschritt der Hallen an der Ludwig-Erhard-Straße: Von links Christoph und Josef Margraf, Gerold Bleisteiner, Polier Manfred Niebler, Mitarbeiter Fabian Engelhard und Tanja Margraf. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
31.03.2015
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Es war zwar kein warmer Regen, der beim Richtfest herabfiel, doch das tut der Tatsache keinen Abbruch: Im Industriepark Ost wird schon wieder kräftig investiert. Rund 2,2 Millionen Euro stecken zwei Privatinvestoren in mächtige Lagerhallen. Der künftige Mieter steht auch schon fest: Stahlgruber.

Schon im Oktober begannen die Bauarbeiten, doch an die große Glocke haben Gerold Bleisteiner und Josef Margraf ihr Projekt noch nie gehängt. Jetzt aber steht die erste von drei neuen Hallen auf dem Grundstück ihrer Immobilien-Verwaltungs-GbR namens B&M an der Ludwig-Erhard-Straße im Industriepark Ost. Den Gebäudetrakt zwischen Industriestraße und Stahlgruber erwarben die Investoren schon 1996, auch in diesem Gebäude hat sich der große Nachbar schon seit längerem eingemietet auf gut 1400 Quadratmetern.

Anfang Mai geht es los

Nun investieren Bleisteiner und Margraf noch einmal kräftig: Entstanden ist schon eine 45 mal 40 Meter große Lagerhalle in Stahlbauweise mit Sandwich-Dämmverkleidung und sechs Metern Höhe. Ein 20 Zentimeter dicker Boden aus Industrie-Hartbeton wird in den nächsten Tagen eingebracht, Ende April/Anfang Mai kann der Mieter einziehen. Bis dahin sind Strom, Leitungen und alles andere verlegt, der Staplerbetrieb der Lageristen auf 1800 Quadratmetern kann losgehen. Die Zufahrt zu den neuen Hallen erfolgt durch ein großes Tor direkt an der Industriestraße von Westen her, auch vom Stahlgruber-Parkplatz im Osten ist die Passage möglich. In ein paar Wochen wird die Oberfläche dort asphaltiert.

Gleich nebenan steht schon das Metallgerüst für eine sogenannte Freiflächenhalle: Sie bleibt an zwei Seiten offen und nimmt unter anderem Gasflaschen auf. Auch hier liegt die Baufirma Margraf gut im Zeitplan, vier Wochen nach der Haupthalle soll das Gaslager ebenfalls in Betrieb gehen. Eine drittes Bauwerk Richtung Osten ist zusätzlich schon in Planung, ebenfalls für Stahlgruber.

In welchen Dimensionen bewegt sich denn so eine Investition? Gerold Bleisteiner und Josef Margraf rechnen beim Richtfest kurz nach: Inklusive Außenanlagen, Drainage und Zufahrt belaufen sich die eingesetzten Gelder insgesamt auf rund 2,2 Millionen Euro. 1,35 Millionen kosten alleine die Gebäude, das Drumherum verschlingt noch einiges.

Nicht nur große Firmen und etablierte Mittelstands-Betriebe stecken also viel Geld in die Industrie-Gebiete, auch Investoren haben die Zeichen der Zeit erkannt. Alleine die Bau-Projekte im Industriegebiet, über die die SRZ in den letzten Wochen berichtet hat, umfassen rund 50 Millionen Euro.
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