Mehr als nur ein Netzwerk

Die Demenzwochen waren für SEGA-Geschäftsleiterin Jutta Streher (links) ein großer Erfolg. Für 2016 kündigte sie eine Neuauflage an. Rechts im Bild Veronika Högner von der LAG Amberg-Sulzbach. Bild: usc
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
18.11.2014
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Die Demenz-Wochen kamen gut an - über 4000 Besucher nutzten das Angebot. In zwei Jahren soll es die Veranstaltung wieder geben.

"Mit den Demenz-Wochen ist es uns erneut gelungen, in vorbildlicher Weise im Bereich der Antistigma-Arbeit und der Förderung der Seelischen Gesundheit in unserem Landkreis Amberg-Sulzbach einen großen Beitrag zu leisten." So lautet die Bilanz von Jutta Streher, Geschäftsleiterin des Vereins zur Förderung der Seelischen Gesundheit im Alter (SEGA). 4332 Besucher nutzten die 57 Veranstaltungen. Eine Reihe, die es laut Streher 2016 erneut geben wird.

Im gesamten Landkreis

Für die Demenz-Wochen vom 19. September bis 31. Oktober hatten Landrat Richard Reisinger und Oberbürgermeister Michael Cerny die Schirmherrschaft übernommen. Die von den verschiedenen Partnern eingereichten Angebote wurden laut Streher von der SEGA-Geschäftsstelle gebündelt und koordiniert zusammengefasst - daraus entstand ein landkreisdeckendes gemeinsames Programm.

Streher blickte zurück auf die Auftaktveranstaltung am 19. September, kombiniert mit der Bilderausstellung "Die schönen Frauen und feschen Herren vom Evergreen" im Seniorenzentrum in Schnaittenbach. Die Bilder waren über den gesamten Zeitraum im Klinikum St. Marien in Amberg zu sehen. Insgesamt waren es laut Streher 57 Veranstaltungen (zwei mehr als 2012) mit 48 verschiedenen Partnern. Dazu zählten die Krankenhäuser der Region und Seniorenbeauftragte der Gemeinden.

Mitorganisatoren neben SEGA waren die AOVE mit Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer, die Regionalentwicklung LAG Amberg-Sulzbach mit Veronika Högner und der Naturpark Hirschwald mit Geschäftsführerin Isabel Lautenschlager. Dass dieses aktuelle Thema Menschen außerhalb des Landkreises ebenso berührt wie Besucher in der Region, belegte Streher mit Zahlen aus der ausgewerteten Statistik. Demnach kamen auch Besucher aus Burglengenfeld, Eckenthal, Laaber-Waldetzenberg, Mitterteich, Neumarkt, Nittenau, Pegnitz, Weiden und Weidenberg. Aufgrund der Befragungen, die SEGA unter den Zuhörern organisiert hatte, besteht nach Auskunft von Streher ein großes Interesse an einer Neuauflage in zwei Jahren. Jutta Streher umschrieb ihre Bilanz für 2014 so: "Durch die Zusammenarbeit mit den Geschäftsführern unserer drei Regionen ist es uns wieder gelungen, ein interessantes Programm für die breite Öffentlichkeit und zur Gemeinwohlsicherung im Seniorenbereich zu erstellen und über den gesamten Landkreis verteilt anzubieten." Auch wenn im Einzelfall Veranstaltungen nur geringe Besucherzahlen hatten, es hin und wieder organisatorische Schwierigkeiten gab, oder, was sehr selten der Fall war, abgesagt werden mussten, könne man zusammenfassend sagen: "Die Demenzwochen waren wieder ein großer Erfolg."

Am Konzept festhalten

Die einzelnen Auswertungen der von den Partnern zurückgegebenen Feedback-Bögen spiegeln nach Überzeugung von Jutta Streher inhaltlich die Wichtigkeit der Thematik wider. Die Resonanz bestätigen ihren Worten nach SEGA, an Ideen und Konzept festzuhalten, daran weiter zu feilen und sie zu verbessern.

Landrat Richard Reisinger unterstrich die erfolgreiche Arbeit und das auch künftig notwendige Engagement von Ideengebern und Organisatoren angesichts steigender Demenzerkrankungen. "Ich bin froh, wenn dieses Netzwerk das Schlimmste abfedern kann", sagte er.
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