Meilensteine des Vertrauens

Landrat Richard Reisinger lobte die Arbeit von Klaus Emmerich (rechts) sehr, als er ihm den neuen Vertrag präsentierte. Bilder: Gebhardt (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
20.03.2015
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Die Weichen sind gestellt, lange im Voraus. Erfolgreiche Arbeit fand ihre Würdigung. Klaus Emmerich führt das Kommunalunternehmen Krankenhäuser des Landkreises bis 2020, sein Vertrag ist vorzeitig verlängert. Ergänzend wurde der Ärztliche Direktor Dr. Klaus Nester für weitere drei Jahre im Amt bestätigt.

Der Verwaltungsrat des St.-Anna-Krankenhauses und der St.-Johannes-Klinik hat bereits im Dezember die vierjährige Amtszeit von Vorstand Klaus Emmerich, geltend bis 2016, um weitere vier Jahre bis März 2020 verlängert. Die aktuelle Amtszeit dauert also noch 14 Monate. Was sind die Gründe für eine so rasche Vertragsverlängerung?, wollten wir von Landrat Richard Reisinger wissen.

Zunächst einmal sei diese Entscheidung Zeichen einer sehr guten und erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Verwaltungsrat und Vorstand des Kommunalunternehmens, ebenso ein Vertrauensbeweis und Signal für Kontinuität.

Reisinger erinnert sich: "Gemeinsam haben wir uns im Herbst 2012 und 2014 in Klausurtagungen auf den Weg gemacht, um über die Zukunft unserer beiden Krankenhäuser zu entscheiden. Die Konzepte des Vorstands sind überzeugend, der Verwaltungsrat folgt dem Vorschlag nach einer umfassenden, wohnortnahen Versorgung unter hoher Qualität mit stets steigendem medizinischem Angebot. Diesen Kurs gilt es unvermindert fortzusetzen."

Reisinger nannte als Meilensteine bisheriger Entwicklung das Fachärztezentrum, zwei Filialpraxen, die Wirbelsäulenchirurgie in St. Anna, die Bettenerweiterung in St. Johannes, die Sulzbach-Rosenberger Gebäudesanierung und die Ernennung des Ärztlichen Direktors Dr. Klaus Nester, dessen Amtszeit nun auch um drei Jahre verlängert wurde.

Ist das alles, gemeinsam mit den neuen Fachabteilungen, nicht zu viel für zwei Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung? Wir wollten vom Vorstand wissen, ob das finanziell und inhaltlich überhaupt zu stemmen sei. Klaus Emmerich gibt zu, dass sich das Kommunalunternehmen in dieser Beziehung eindeutig gegen die Forderungen der Bundesgesundheitspolitik nach kostensparenden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung stellt: "Hier würden wir nur noch internistische und chirurgische Standardversorgung anbieten, bei jeder schwierigeren Behandlung aber sofort an andere Krankenhäuser überweisen."

St. Anna und St. Johannes dagegen investieren bewusst in mehr Personal und neue medizinische Geräte, um für Patienten und zuweisende Ärzte, attraktiver zu werden. "Allein in den letzten beiden Jahren haben wir unser Personal im Kommunalunternehmen um insgesamt 24 Vollzeitstellen erweitern können."

Er empfinde Dankbarkeit, schildert Klaus Emmerich: "Wenn der Verwaltungsrat die Arbeit seines Vorstands würdigt, dann ist dies zugleich ein Vertrauensbeweis gegenüber der gesamten Belegschaft." Er dankte auch den Mitarbeitern, den Patienten und zuweisenden Ärzten und Kreis- und Verwaltungsräten. "Herausgekommen sei das Erfolgskonzept Kommunalunternehmen mit geachteten und sehr gut bewerteten Krankenhäusern."
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