Mentoren als Trumpfkarte

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
04.04.2015
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"In Bayern gibt es meist die gebundene Ganztagsschule, wir dagegen sind flexibel", stellt Oberstudiendirektor Dieter Meyer, Chef des Herzog-Christian-August-Gymnasiums, fest. Sein Tipp zur Schulwahl: "Das Besondere sind unsere Mentoren als kompetente Ansprechpartner."

Donnerstag, 13.55 Uhr, Blumenau. Ein paar Jugendliche spielen Kicker, andere umlagern den Billardtisch. Fröhlich und ein bisschen außer Atem kommen Jugendliche vom Fußballplatz. Für sie ist jetzt die Freizeit nach dem gemeinsamen Mittagessen vorbei.

Um halb vier fertig

Sie setzen sich in Gruppen auf ihre Plätze, holen Hefte und Bücher heraus und beginnen mit den Hausaufgaben. Bei ihnen sitzen Jugendliche aus den höheren Klassen. Sie erklären Mathe und Lateingrammatik, hören Vokabeln ab oder helfen mit komplizierten Deutschtexten. Um 15.30 Uhr sind alle Aufgaben erledigt, die nächste Englischarbeit ist vorbereitet und der Stoff aus der letzten Chemiestunde sitzt. Jetzt haben die Kinder wieder Freizeit, bis um 16 Uhr die Ganztagsschule endet.

In der Schulleitung ist Studienrat Frank Fiedler für die Ganztagsschule zuständig. Er wählt die Mentoren aus und betreut sie. Als Mentoren werden gute Schüler bis zur 12. Klasse eingesetzt. Jeder hat einmal pro Woche Dienst und erhält für sein Engagement eine kleine Aufwandsentschädigung.

Sinnvoll genutzt

Das ist aber nicht die entscheidende Motivation der Jugendlichen. Es macht Spaß zu helfen, außerdem können sie so die Zeit vorm eigenen Nachmittagsunterricht sinnvoll nutzen und alten Stoff wiederholen.

Aber nicht nur Jugendliche betreuen die Schüler, sondern auch qualifizierte Erwachsene. Sie stehen in ständigem Kontakt mit Eltern und Lehrern, damit die Kinder gerade in ihren schwachen Fächern gefördert werden können, außerdem sorgen sie für ein attraktives Freizeitprogramm. Bewegung an der frischen Luft ist ihnen ein wichtiges Anliegen.

Christine Mehlhorn, Karin Mucha und Lilli Müller basteln aber auch mit den Kindern und gestalten die Räume, während ihr Kollege Rudolf Fiedler meistens mit den Jungs Fußball spielt. Kurz vor Schuljahresende, wenn für die Schule nicht mehr so viel zu lernen ist, macht die Ganztagsschule auch Ausflüge. So besucht die Gruppe eine Buchhandlung oder die Stadtbibliothek, erholt sich in der Eisdiele oder am Kneippbecken. "Die Kinder fühlen sich wohl, und die Eltern werden entlastet", fasst Schulleiter Meyer zusammen und lädt ein: "Ich freue mich, wenn noch mehr Kinder unser Angebot der flexiblen Ganztagsschule wahrnehmen!"
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