Militaria-Experte Gernot Bock lädt zum Vortrag ins Stadtmuseum
Patronen im Visier

Diese Szene auf einem alten Reservistenkrug zeigt die Möglichkeit der Soldaten, nach Entwicklung der Hinterladersysteme auch im Liegen nachzuladen. Dadurch konnten die Verluste in den Schützenreihen erheblich reduziert werden. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
06.11.2014
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Die Vortragsreihe "500 Jahre Infanterie-Patronen-Entwicklung" wird am Samstag, 8. November, fortgesetzt. Gernot Bock aus Amberg hat sich dazu das Thema "Von der Papierpatrone zur Einweg-Patrone von 1821 bis 1888" gewählt. Verbunden ist damit der 13. Lands-knechtsstammtisch ("Verein 30-jähriger Krieg"/"Gernots Gefolge"). Auch die Öffentlichkeit ist willkommen. Anmeldungen sind erwünscht, der Eintritt ist frei .

Wie Gernot Bock im Vorgriff erklärt, gilt die Papierpatrone als Vorläufer der modernen Metallpatrone. Seit Ende des 17. Jahrhunderts verwendet, war sie der erste Schritt, um Pulverladung und Geschoss bzw. Projektil zu vereinigen.

Diskussion erwünscht

Der Vortrag beginnt um 14.30 Uhr im Stadtmuseum. In der Pause und nach dem Vortrag ab circa 17 Uhr besteht bei Kaffee und Kuchen die Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein, zur Diskussion und dem Besuch der aktuellen Sonderausstellung "Vom bunten Waffenrock zur feldgrauen Uniform".

Militaria-Experte Gernot Bock betont, dass Anfang des 19. Jahrhunderts die Heere noch mit Vorderladergewehren kämpften. Das Laden fiel langwierig aus, die Zielgenauigkeit gering. Ein großes Problem war, dass Vorderlader nur im Stehen oder Knien geladen werden können und dadurch der Schütze dem Gegner ein deutliches Ziel bietet. Mit der Verbesserung der Waffen wurde auch die Papierpatrone weiterentwickelt. Der Durchbruch gelang J. N. Dreyse ab 1827 mit dem von ihm entwickelten Zündnadelgewehr und neuartigen Patronen, die neben Geschoss und Treibladung auch das Zündelement enthielten. Die Vorteile waren die Möglichkeit des Nachladens im Liegen und die hohe Schussfolge.
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