Militaria-Experte Gernot Bock prüft Erinnerungsstücke
Pickelhaube, Degen und alte Krüge

Diese Pickelhaube war grundsätzlich nur Offizieren gestattet, meinte Militaria-Experte Gernot Bock. Aber sie waren auch der ganze Stolz für Unteroffiziersdienstränge, mussten aber als solche gekennzeichnet sein. Bild: gf
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
01.10.2014
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Die Sendung "Kunst und Krempel" im Bayerischen Fernsehen hat schon manchen verborgenen Schatz ans Tageslicht gebracht, wenn Kunstgutachter alte Bilder oder Urkunden begutachten.

Bei der seit Juli im Stadtmuseum Sulzbach-Rosenberg laufenden Sonderausstellung "Vom bunten Waffenrock zur Feldgrauen Uniform" hatte die Museumleitung am Samstag den Militaria-Experten Gernot Bock , der in Amberg die Militärhistorische Sammlung in der Leopoldkaserne betreut, engagiert, um Sammlerstücke aus der Zeit des 1. Weltkriegs etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

So wurden Orden, Postkarten, alte Reservistenkrüge oder Erinnerungsstücke von ehemaligen Soldaten des 1. Weltkriegs vorgelegt. Ein alter Kavalleriedegen lag vor Gernot Bock oder eine Pickelhaube, die eigentlich den Offizieren vorbehalten war, die sich aber auch Unteroffiziersdienstränge beschaffen durften und bei denen die Metallspitze bei Paraden durch einen bunten Federbuschen ausgetauscht werden konnte.

Interessant fand der Militaria-Experte auch einen aufwändig gestalteten Reservistenkrug aus Sulzbach oder ein über 100 Jahre altes Musterblätterbuch für Ausschneidebögen.

"Den großen Glückstreffer auf ein wirklich wertvolles Erinnerungsstücke hat keiner erzielt, aber dennoch hätten es die Erinnerungsstücke verdient, etwas aufgemöbelt oder entstaubt zu werden, sagte Gernot Bock.
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