Mit Schwung und Nostalgie

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
02.12.2015
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Das Jugendzentrum Hängematte feierte zur Wiedereröffnung unter neuer Leitung sein 30-jähriges Bestehen. Livemusik und ein Rückblick auf die vergangenen drei Jahrzehnte lockten dazu viele Besucher. Dabei kamen auch viele alte Erinnerungen zutage.

Vor acht Wochen übernahm Cornelia Aschenbach, die zuletzt ihr Studium der Sozialen Arbeit absolvierte, das Jugendzentrum Hängematte. Seitdem hatte die 24-Jährige gemeinsam mit ihrer 450-Euro-Kraft und vielen ehrenamtlichen Helfern bereits akribisch auf den Neustart hingearbeitet. Unter anderem wurden das Café neu gestrichen, verschiebbare Lärmschutzwände im Konzertsaal eingebaut, die sanitären Anlagen renoviert und ein neues Mediensystem installiert.

Rund 120 Gäste

Unter den rund 120 Gästen, die sich zur Wiedereröffnung einfanden, waren neben Mitgliedern des Fördervereins auch einige bekannte Gesichter aus der Lokalpolitik zu sehen. Bereits vor Beginn der Musik-Acts begutachteten die Besucher die Räumlichkeiten, setzten sich im hauseigenen Café zusammen, spielten Kicker oder informierten sich in der Galerie über die traditionsreiche Geschichte des Treffs. Aus zahlreichen und nahezu antiken Ordnern aus dem Stadtarchiv wurden die Schmankerl und Meilensteine der Kultur- und Jugendarbeit der Jugendfreizeitstätte ab 1985 herausgepickt und eingerahmt.

Dann hieß die Leiterin ihre Gäste willkommen und gab einen Überblick über die bereits gesetzten Häkchen auf ihrer To-do-Liste. Aschenbach berichtete stolz über die räumlichen Veränderungen und sprach ein großes Dankeschön an alle Mitwirkenden und Unterstützer aus.

Bürgermeister Michael Göth betonte ebenso, dass er begeistert von den Ideen und dem neuen Konzept sei und die Hängematte als wichtigen Anlaufpunkt für die Jugend sehe. Die Stadt Sulzbach-Rosenberg habe mit Cornelia Aschenbach eine passende Besetzung für ihren Jugendtreff gefunden. Göth wünschte ihr viel Erfolg als Leiterin. Danach wurde die Bühne Mindjuice, der ersten Band des Abends, überlassen. Der "Bavarian Moshpop" bot eine ausgewogene Mischung aus lauten Rock-Tönen und sanften, anschmiegsamen Stücken. Die Musiker rund um Sänger Winfried Rudrof standen nicht zum ersten Mal auf den Brettern der Bühne im Jugendzentrum und lieferten dem Publikum dementsprechend musikalische Unterhaltung mit viel Leidenschaft in einer Akustikversion.

Anschließend trat die Formation Cold Fury ins Licht der Scheinwerfer. Sie spielten modernen Hardcore, ließen aber Elemente aus dem Punk der 80er Jahre und dem Genre Heavy Metal mit in ihre Stücke einfließen. Zu den lauten Klängen ihrer Instrumente pogten und tanzten einige Besucher ausgiebig. Am Ende ihres Auftritts ernteten die Musiker viel Applaus.

Zuhörer mitgerissen

Den begehrten letzten Platz des Abends bestritt das Electrified Groove Orchestra. Mit instrumentalen Leckerbissen, basierend auf elektronischen Grooves, pendelten sie zwischen Rock, Jazz, Funk und sogar fernöstlichen Klängen hin und her und rissen die Zuhörer mit.

Hängematte-Leiterin Cornelia Aschenbach, die vor der letztendlich rundum gelungenen Veranstaltung im Jugendtreff noch etwas aufgeregt war, zeigte sich danach äußerst erleichtert und freute sich über den Erfolg des Neustartes. (Zum Thema)
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