Mitreißende Künstler am Werk

Flying Stix rockten mit einer mitreißenden Mischung die Bühne im Seidel-Saal. Bilder: aks (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
11.05.2015
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Angst vor den ganz Großen der Rock-Pop-Jazz-Szene? So etwas hatten die Bands Flying Stix, For Sail und der Maxi-Chor der Städtischen Sing- und Musikschule nicht und mussten sie auch nicht haben - mehr als ein tobender Seidel-Saal, Beifallsstürme und Zugaben geht nicht.

Der launige Hinweis der stellvertretenden SMS-Leiterin Sylvia Schulz und des künstlerischen Gesamtleiters Leif Wiesmeth, dass diese Musikveranstaltung durchaus ein wenig rhythmische Mit-Bewegung und sogar "Applaudieren zwischen den Sätzen" erlaube, entpuppte sich als reine Vorsichtsmaßnahme.

Mächtig Dampf

Kaum auf der Bühne, machte Flying Stix mit Gabriel Meier-Schießlbauer (Drums), Samuel Roppert (Bass), Andreas Pürner (Gitarre), Christian Kellner (Keyboard), Paul Dolles (Trompete) und Stefan Pilhofer (Gesang) Dampf. Die österreichische Jazz-Legende Joe Zawinul hätte an der lässigen Interpretation seines "Mercy, Mercy, Mercy" mit Sicherheit genauso viel Spaß gehabt wie Joe Cocker, Billy Cobham, The Boss Hoss, ZZ Top oder Blood Sweat & Tears an der energetischen Aufladung ihrer Megahits.Ohne Zugabe konnte dieses coole Spektakel nicht bleiben. Mit charmanter Unterstützung des Maxi-Chors ging es noch einmal so richtig ab, bevor die jungen Damen um Sylvia Schulz das Stimmungslicht ein wenig dimmten.

Stings "Fields of Gold" und "When you believe" aus dem Streifen "The Prince of Egypt" erreichten auf zarten Sohlen die Begeisterung des Publikums. Der freche "Lollipop" mit original "Plopp" ließ dahinschmelzen. For Sail drehten im Anschluss die Regler wieder voll auf und verbeugten sich auf mitreißende Weise vor den Jazz-Größen Chick Corea und Esbjörn Svensson. Berühmte Namen allein gaben aber nicht den Ausschlag für die Programmauswahl.

Eher ein Geheimtipp

Der Bluesgitarrist Henrik Freischlader zählte eher zu den Geheimtipps, seine Nummer "Bad Dreams" wollten die fünf Nachwuchsmusiker aber trotzdem unbedingt dabei haben. Mit Gespür für den Rhythmus der Zeit verpassten Lea Pirner (Keyboard), Julian Wolf (Drums), Sebastian Wolf (E-Piano, Synthesizer, Orgel), Lukas Jakob (Bass, Gesang) und Alex Miegel (Gitarre, Gesang) auch dem Lennon-McCartney-Klassiker "Come together", Thin Lizzys "Whiskey in the Jar" und Stevie Wonders "Superstition" eine hörenswerte 2.0-Version, die den Originalen in nichts nachstand.

Für den Soundteppich zum finalen Abrocken sorgte eine weitere Legende aus der Sparte Rock: Jimmy Hendrix' "Foxy Lady" brachte das Publikum richtig aus dem Häuschen.
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